Zum Inhalt

14. Exogen-allergische Alveolitis

  • 2022
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die exogen-allergische Alveolitis (EAA) ist eine seltene interstitielle Lungenerkrankung, die durch Inhalation von Antigenen in Stäuben, Gasen oder Aerosolen entsteht. Klinisch unterscheidet man einen akuten von einem chronischen Verlauf, der mit Ausbildung einer Lungenfibrose, aber auch selten eines Lungenemphysems einhergehen kann. Die Diagnose wird anhand einer Kombination von Diagnosekriterien, die neben einer möglichen Antigenexposition typische Symptome, spezifische IgG-Antikörper, funktionelle Einschränkungen, eine lymphozytäre Alveolitis in der BAL, charakteristische radiologische und histopathologische Befunde und ggf. eine inhalative Provokationstestung oder einen Karenztest beinhalten können, gestellt. Das klinische Bild einer chronischen EAA ist oftmals uneinheitlicher und kann daher eine größere Herausforderung darstellen. Optimalerweise erfolgt dann die Diagnosestellung analog zu anderen interstitiellen Lungenerkrankungen in einem multidisziplinären Team. Therapeutisch steht die frühe Diagnosestellung mit möglicher Antigenkarenz im Mittelpunkt. Medikamentös wird neben einer antiinflammatorischen Therapie mittels Kortikosteroiden, v. a. bei akuten Verläufen, mittlerweile auch eine antifibrotische Therapie mittels Nintedanib bei chronischen progredient-fibrosierenden Verläufen eingesetzt. Präventive Maßnahmen im beruflichen oder häuslichen Umfeld müssen berücksichtigt werden.
Titel
Exogen-allergische Alveolitis
Verfasst von
Dirk Koschel
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-63651-0_14
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Kompaktes Leitlinien-Wissen Innere Medizin (Link öffnet in neuem Fenster)

Mit medbee Pocketcards schnell und sicher entscheiden.
Leitlinien-Wissen kostenlos und immer griffbereit auf ihrem Desktop, Handy oder Tablet.

Neu im Fachgebiet Innere Medizin

Fokale Salvage-Therapie bei lokalem Prostatakrebsrezidiv langfristig wirksam

Bei einem nach Radiotherapie lokal rezidivierten Prostatakarzinom sind fokale Salvage-Therapien mit einer guten Prognose verbunden: Das krebsspezifische Zehn-Jahres-Überleben ist einem retrospektiven Vergleich zufolge ebenso hoch wie nach Salvage-Prostatektomie.

Relacorilant verlängert Überleben bei platinresistentem Ovarialkarzinom

Durch Hinzunahme des Glukokortikoid-Rezeptor-Antagonisten Relacorilant zu nab-Paclitaxel wird bei Frauen mit platinresistentem Ovarialkarzinom nicht nur das progressionsfreie, sondern auch das Gesamtüberleben verlängert. Laut finaler Analyse der ROSELLA-Studie gewinnen sie vier Monate an Lebenszeit.

ICI-induzierte Dermatitis: Upadacitinib als vielversprechende Therapieoption

Immunvermittelte Hautreaktionen gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen von Immun‑Checkpoint‑Inhibitoren. Eine offene Phase‑2‑Studie untersuchte den JAK‑1‑Inhibitor Upadacitinib bei schwerer ICI‑assoziierter Dermatitis. Die Hautsymptome gingen rasch zurück, schwerwiegende therapieassoziierte Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.

Extrapulmonale Befunde beim Lungenkrebs-Screening – Krebsverdacht gerechtfertigt?

Der Umgang mit Zufallsentdeckungen ist ein vieldiskutiertes Thema im Zusammenhang mit dem Low-Dose-CT-Screening auf Lungenkrebs. Eine Studie hat sich nun speziell mit inzidentellen Befunden befasst, die auf ein extrapulmonales Malignom verdächtig sind.

Update Innere Medizin

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Eine Person kratzt sich am Rücken über der Schulter/© ryanking999 / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Mann erhält einen CT-Scan /© Mark Kostich / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)