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15.08.2018 | Übersichten | Sonderheft 4/2018

Trauma und Berufskrankheit 4/2018

Exoskelett: Therapiesystem oder Hilfsmittel zum Behinderungsausgleich

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Sonderheft 4/2018
Autoren:
Dr. D. Kuhn, B. Freyberg-Hanl

Zusammenfassung

Die Schätzungen zur weltweiten Inzidenz von Querschnittlähmung (QSL) belaufen sich auf 40 bis 80 neue Fälle jährlich pro 1 Mio. Einwohner. Historisch waren bis zu 90 % der Fälle von QSL traumatischen Ursprungs. Die betroffenen Menschen mit nichttraumatischer QSL sind in der Regel älter und leiden an fortschreitenden Erkrankungen. Ein bedeutender Anteil der Unfälle, die zu QSL führen, ist berufsbedingt. Der Bedarf an unterstützender Technologie beginnt normalerweise mit dem Eintreten einer QSL und besteht während der gesamten Lebensdauer des Betroffenen. Welche Art der unterstützenden Technologie benötigt wird, hängt vom Grad der QSL und den damit verbundenen Beeinträchtigungen, Umweltfaktoren und personenbezogenen Faktoren und ggf. bestehenden sekundären Gesundheitsproblemen ab. Eine relativ neue unterstützende Technologie ist das robotergestützte Gehtraining mithilfe eines Exoskeletts. In der Anwendung dieser Systeme im rehabilitativen Bereich, zeigen sich nicht nur große positive Effekte auf die sensomotorischen Störungen, sondern auch auf Begleiterkrankungen/Begleitkomplikationen der Grunderkrankungen und die psychische Gesundheit. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist eine Exoskeletttherapie in der Rehabilitation von neurologischen Gangstörungen eine hervorragende Ergänzung der etablierten therapeutischen Verfahren sowohl im Rahmen der Akutbehandlung als auch im Rahmen lebenslanger Nachsorge.

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