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01.02.2014 | Übersichten | Sonderheft 1/2014

Trauma und Berufskrankheit 1/2014

Exoskelettales Rehabilitationstraining bei Querschnittgelähmten

Fallserie zum funktionellen Outcome

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Sonderheft 1/2014
Autoren:
Dr. M. Aach, M. Sczesny-Kaiser, S. Lissek, O. Höffken, V. Nicolas, R. Meindl, P. Schwenkreis, Y. Sankai, M. Tegenthoff, T.A. Schildhauer

Zusammenfassung

Hintergrund

In den letzten Jahren wurden neue Rehabilitationsverfahren mit einem Einsatz von Exoskeletten für Querschnittgelähmte entwickelt. Exoskelettal gestütztes Lokomotionstraining wird bei Querschnittsyndromen genutzt. Beim HAL®-Robot Suit werden bioelektrische Signale zur Steuerung der Bewegungen verwendet. In der Annahme, dass das Training eine Leistungssteigerung im Rahmen der Lokomotion und funktionelle Verbesserungen induziert, wurden diese Veränderungen während eines individuellen Heilversuchs bei chronisch paraplegischen Patienten aufgezeichnet.

Patienten und Untersuchungen

Bei 7 chronischen (in)kompletten Paraplegiepatienten, die täglich (5 Tage pro Woche) über 3 Monate mit dem HAL®-Robot Suit trainierten, wurden die laufbandbezogenen Leistungen (Gehstrecke, Gehzeit, Gehgeschwindigkeit, Gewichtsentlastung), funktionelle Verbesserungen [10-m-Gehtest, 6-min-Gehtest, Timed-up-and-go-Test, WISCI-II-Score (WISCI: „walking index for spinal cord injury“)], klinisch neurologische Veränderungen [ASIA- („American Spinal Injury Association“), Ashworth-Skala] sowie subjektive Veränderungen (Vegetativum, Schmerzen) erfasst.

Ergebnisse

Es zeigten sich laufbandbezogene Leistungssteigerungen mit Ausdehnung der Gehzeit, Gehstrecke und Gehgeschwindigkeit. Alle Patienten konnten eine funktionelle Verbesserung inklusive Muskelkraftzuwachs erreichen. Einige Patienten zeigten klinisch neurologische Verbesserungen. Subjektiv angegeben wurden eine Verbesserung der Darmentleerung sowie eine Schmerzreduktion.

Schlussfolgerung

Die Resultate weisen auf mögliche neurologische und funktionelle Verbesserungen auch im Stadium einer chronischen Lähmung hin. Es handelt sich um Einzelfallergebnisse, die im Rahmen einer systematischen Studie überprüft werden müssen.

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