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Erschienen in: Herz 6/2013

01.09.2013 | Editorial

Extrakardiale Einflüsse auf das Herz und die Herzinsuffizienz

verfasst von: Prof. Dr. U.C. Hoppe

Erschienen in: Herz | Ausgabe 6/2013

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Auszug

Das Verständnis der chronischen Herzinsuffizienz hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Zunehmend wird der Tatsache Rechnung getragen, dass es sich bei der Herzinsuffizienz nicht nur um eine Erkrankung des Herzens handelt, sondern vielmehr um ein komplexes Syndrom. Pathophysiologisch kommt es bei der Herzinsuffizienz zu einer Störung multipler Signalwege wie beispielsweise einer Steigerung entzündlicher Zytokine, einer Aktivierung des Renin-Angiotensin-Systems, einer gestörten Mitochondrienfunktion mit vermehrter Bildung reaktiver Sauerstoffspezies, einer sympathoadrenergen Aktivierung und einem verminderten intrazellulären Energietransfer. Diese funktionellen Veränderungen beeinflussen neben dem Herzen eine Vielzahl anderer Organe und können andererseits durch eine Dysfunktion extrakardialer Organe weiter aggraviert werden. Sowohl bei Herzinsuffizienz mit reduzierter (HFrEF) als auch mit erhaltener Pumpfunktion (HFpEF) beeinflussen Komorbiditäten entscheidend die Symptomatik, die Belastbarkeit und die Prognose der Patienten. Darüber hinaus muss bei vielen Patienten mit Herzinsuffizienz die medikamentöse Therapie an Begleiterkrankungen angepasst werden. Zunehmend wird eine Behandlung der Komorbiditäten selbst als ergänzende Therapieoption erkannt. …
Metadaten
Titel
Extrakardiale Einflüsse auf das Herz und die Herzinsuffizienz
verfasst von
Prof. Dr. U.C. Hoppe
Publikationsdatum
01.09.2013
Verlag
Urban & Vogel
Erschienen in
Herz / Ausgabe 6/2013
Print ISSN: 0340-9937
Elektronische ISSN: 1615-6692
DOI
https://doi.org/10.1007/s00059-013-3928-6

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