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01.07.2008 | Stimulation der Frakturheilung | Sonderheft 2/2008

Trauma und Berufskrankheit 2/2008

Extrakorporale Stoßwellentherapie

Was ist die Evidenz?

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Sonderheft 2/2008
Autor:
Dr. H. Gollwitzer

Zusammenfassung

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist zur Therapie von Knochen- und Weichteilpathologien etabliert. Typische Indikationen sind der Fersensporn, die Tendinosis calcarea und der Tennisellenbogen, aber auch Knochenpathologien wie die Pseudarthrose. Die vorliegende Arbeit fasst die in der Literatur verfügbaren Daten zur ESWT bei frischen Fakturen und Osteotomien zusammen. In den meisten Tierexperimenten wurden eine signifikante Beschleunigung der Heilung sowie eine Verbesserung der biomechanischen Eigenschaften durch ESWT nachgewiesen. Allerdings wurden dabei variable und nicht vergleichbare Behandlungsparameter eingesetzt, sodass ein optimales Behandlungsprotokoll noch etabliert werden muss. Zur klinischen Anwendung liegt eine prospektiv randomisierte Studie vor, die einen positiven Einfluss der noch am Operationstag durchgeführten ESWT auf die Heilung von Frakturen langer Röhrenknochen bestätigte. Allerdings müssen weitere klinische Studien zur Bestätigung der Wirksamkeit folgen. Während die Effektivität der ESWT bei Pseudarthrosen bereits in vielen Studien postuliert wurde und aufgrund der besten verfügbaren Evidenz empfohlen wird, kann zur ESWT bei frischen Frakturen aufgrund der begrenzten Datenlage derzeit noch keine Therapieempfehlung ausgesprochen werden.

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