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11.08.2020 | Extrauterine Gravidität | CME Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 9/2020

Der Gynäkologe 9/2020

Störungen der Frühschwangerschaft

Differenzialdiagnose und Prognose bei Fehlgeburt und Extrauteringravidität

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 9/2020
Autor:
PD Dr. med. Andreas Schröer
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

T. Dimpfl, Kassel
W. Janni, Ulm
R. Kreienberg, Mainz
N. Maass, Kiel
N. Ochsenbein-Kölble, Zürich
O. Ortmann, Regensburg
B. Sonntag, Hamburg
K. Vetter, Berlin
R. Zimmermann, Zürich

Zusammenfassung

Eine Extrauteringravidität (EUG) oder der Verlust einer intrauterinen Schwangerschaft innerhalb des ersten Trimesters ist häufig in der klinischen Praxis. Die klinischen Zeichen dieser Krankheitsbilder können sich überlappen, aber auch sehr unterschiedlich in der Stärke ausfallen oder gar nicht präsent sein und erlauben meistens keine „Blickdiagnose“. Im Rahmen einer weiterführenden Diagnostik ist es essenziell, eine eindeutige Aussage darüber zu treffen, ob eine überlebensfähige oder gestörte Schwangerschaft bzw. ein Abortgeschehen oder eine extrauterin angelegte Schwangerschaft vorliegt. Im Falle einer Fehlgeburt oder einer EUG muss eine individuelle Abwägung zwischen den therapeutischen Möglichkeiten (exspektativ, medikamentös oder chirurgisch) getroffen werden, die das günstigste Risikoprofil innehat und den Wünschen der Patientin entspricht. Dabei muss stets im Auge behalten werden, dass sich im Falle einer EUG schnell eine potenziell lebensbedrohliche Situation für die Patientin entwickeln kann. Für die Patienten bedeutet der Verdacht auf eine gestörte Frühgravidität in der Regel eine erhebliche psychische Belastung, und diese Situation erfordert hohes Fingerspitzengefühl und Empathie vom behandelnden medizinischen Personal.

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