Besonderheiten der Gerontoanästhesiologie
Aspekte der perioperativen Versorgung älterer Patientinnen und Patienten
- 21.05.2025
- Fachgebietsspezifische Anästhesie
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 21.05.2026
- Anzahl Versuche
- 2
- Dies ist Ihre Lerneinheit
- Zum Artikel
Ältere Menschen benötigen ein spezialisiertes präoperatives Risikoassessment, um diejenigen, die als vulnerable Risikopatienten in hohem Maß von einem schlechten postoperativen Outcome bedroht sind, sicher zu identifizieren. Diese vulnerablen Risikopatienten können dadurch gegenüber jenen abgegrenzt werden, die erfolgreich und gesund gealtert sind und auch in hohem Alter noch eine hohe Resilienz aufweisen. Durch eine sorgfältige Planung des perioperativen Managements mit Integration aller beteiligten Disziplinen und Professionen lässt sich auch bei Hochrisikopatienten eine sichere perioperative Versorgung gewährleisten. Entsprechende Möglichkeiten werden im vorliegenden Beitrag vorgestellt. Der perioperative gerontoanästhesiologische Behandlungspfad muss individuell angepasst und konzipiert werden, um gezielt die Risiken jener Patientinnen und Patienten, die in besonderem Maße von Funktionsverlust und Komplikationen bedroht sind, zu adressieren.
Mit diesem Beitrag möchte der Wissenschaftliche Arbeitskreis Gerontoanästhesiologie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) klinisch tätigen AnästhesiologInnen eine Handreichung zu sinnvollem und evidenzbasiertem Assessment sowie der Planung der perioperativen Betreuung anbieten. Nach der Lektüre dieses Beitrags …
- können Sie Gebrechlichkeit bei älteren PatientInnen einschätzen,
- können Sie die Risiken für ein Delir antizipieren und gezielt adressieren,
- kennen Sie das Konzept der Prähabilitation und die Bedeutung der Vermeidung unnötiger Nüchternzeit.
- berücksichtigen Sie:
- die besonderen Bedürfnisse Älterer bei der perioperativen Entscheidungsfindung sowie
- die Besonderheiten der perioperativen Weiterführung der Dauermedikation und Antikoagulanziengabe.
- In der Planung des Narkoseverfahrens können Sie die Vor- und Nachteile von Allgemein- bzw. Regionalanästhesieverfahren mit älteren PatientInnen diskutieren.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich und Schweiz: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt (§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013). Die Schweizerische Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation vergibt 1 Credit für die Zertifizierte Fortbildung in „Die Anästhesiologie“.