Skip to main content
main-content

07.10.2016 | Originalarbeit | Ausgabe 4/2016

Prävention und Gesundheitsförderung 4/2016

Familiäre Gesundheitsförderung

Gesetzliche Rahmenbedingungen und die Bedeutung gelingender Übergänge

Zeitschrift:
Prävention und Gesundheitsförderung > Ausgabe 4/2016
Autoren:
Prof. Dr. Raimund Geene, Ute Thyen, Eike Quilling, Britta Bacchetta

Zusammenfassung

Hintergrund

Gesundheitsverhalten wird wesentlich über frühkindliche Erfahrungen in Familien als erstem Sozialisationsort determiniert. Als grundgesetzlich geschützter sozialer Raum können Familien jedoch nicht zu Präventionsmaßnahmen verpflichtet werden. Familie ist keine Lebenswelt im Sinne des Präventionsgesetzes (PrävG), die Interventionslogik des Settingansatzes ist auf sie nicht unmittelbar anwendbar.

Zielstellung

Der Beitrag geht den neuen Herausforderungen für familiäre Gesundheitsförderung nach, die sich durch das PrävG ergeben.

Methoden

Es werden die familienbezogenen gesetzlichen Neuregelungen des PrävG inklusive der relevanten Akteure, Zuständigkeiten und Schnittstellenprobleme analysiert, insbesondere vor dem Hintergrund des 2012 verabschiedeten Bundeskinderschutzgesetzes. Folgend werden Anforderungen an familiäre Gesundheitsförderung aus der Ottawa-Charta abgeleitet. Abschließend wird der Transitionsansatz am Beispiel der Gesundheitsförderung rund um die Geburt zur Identifikation von Präventionsbedarfen und -potenzialen familiärer Gesundheitsförderung dargestellt.

Ergebnisse

Familiäre Gesundheitsförderung sollte als gemeinsame Aufgabe des Gesundheitswesens und der Kinder- und Jugendhilfe sowie weiterer lokaler Akteure gestaltet werden. Sie können sich an den Kernstrategien der Ottawa-Charta – Advocate, Enable und Mediate – als Handlungsmaximen orientieren. In Präventionsketten werden Akteursnetzwerke aufgebaut zur Unterstützung von Familien durch Gesundheitsförderung insbesondere im Management von Übergängen. Das PrävG eröffnet einerseits Möglichkeiten für ein ärztliches Präventionsmanagement, andererseits Potenzial für Kommunen zur Profilierung als „Dach-Setting“ und damit neue Potenziale für Gesundheitsförderung, die strukturgestützt aufgebaut und etabliert werden sollten.

Diskussion

Familiäre Gesundheitsförderung ist eine komplexe Herausforderung für die Akteure in der Versorgung, im Sozialraum und in den Steuerungsebenen. Es bedarf eines eigenständigen, wissenschaftlich begründeten Interventionsansatzes mit Methodenprogrammen und institutionellen Zuordnungen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de. Zusätzlich können Sie eine Zeitschrift Ihrer Wahl in gedruckter Form beziehen – ohne Aufpreis.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2016

Prävention und Gesundheitsförderung 4/2016 Zur Ausgabe
  1. Ich möchte die nächsten 2 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Prävention und Gesundheitsförderung 4x pro Jahr für insgesamt 210 € im Inland (Abonnementpreis 187 € plus Versandkosten 23 €) bzw. 220 € im Ausland (Abonnementpreis 187 € plus Versandkosten 33 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 17,50 € im Inland bzw. 220 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 2. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inkl. dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com

    ​​​​​​​