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01.01.2016 | Originalien | Ausgabe 1/2016

Der Ophthalmologe 1/2016

Faserloser Miniatur-Chandelier-LED-Endoilluminator für die Pars-plana-Vitrektomie

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 1/2016
Autoren:
P.S. Kölbl, C. Lindner, C. Lingenfelder, S. Deuchler, P. Singh, F.H.J. Koch, Prof. Dr. M. Heßling

Zusammenfassung

Hintergrund

Aktuelle Chandelier-Endoilluminatoren für Pars-plana-Vitrektomien bestehen aus einem konventionellen Lichtleiter gekoppelt an eine Lichtquelle. Die Lichtsonden dieser Lichtleiter besitzen zwar mittlerweile große Abstrahlwinkel, jedoch schaffen sie es oft nicht, mit nur einer zugefügten Inzision den gesamten intraokularen Raum ausreichend zu erleuchten. So müssen zum Teil mehrere Lichtsonden eingesetzt, auf zusätzlich eingeführte handgehaltene Lichtleiter zurückgegriffen werden oder während der Operation neu positioniert werden.

Ziele der Arbeit

Der hier vorgestellte Prototyp eines faserlosen Chandelier-LED-Endoilluminators soll den gesamten intraokularen Raum mit nur einer Inzision ausleuchten und gleichzeitig die Retinagefährdung nachweislich reduzieren.

Material und Methoden

Als Lichtquelle wird eine weiße LED verwendet, die an ihrer Spitze eine konische Lichtsonde aufweist und damit eine stabile Positionierung der LED in einer Inzision ermöglicht. Die physikalischen Eigenschaften des Chandelier-LED-Endoilluminators werden untersucht, um die Gefährdung des Auges anhand von Bestrahlungsstärken berechnen zu können. Die Intensität der Ausleuchtung wird an Schweineaugen überprüft.

Ergebnisse

Mit der ausgewählten und modifizierten LED können Schweineaugen gleichmäßig hell ausgeleuchtet werden. Messungen und Rechnungen zeigen, dass die zu erwartende thermische Belastung und die photochemische Gefährdung für humane Augen sehr gering sind.

Diskussion

Die bisherigen praktischen Resultate an Schweineaugen und die theoretischen Überlegungen zu menschlichen Augen sind positiv ausgefallen, und es ist zu erwarten, dass sich diese neuartigen faserlosen Chandelier-LED-Endoilluminatoren auch bei menschlichen Patienten vorteilhaft einsetzen lassen. Sie versprechen eine reduzierte Anzahl an Inzisionen mit einer vereinfachten Handhabung für den Chirurgen. Handgehaltene Lichtleiter mit minimalen Intensitäten sind bestenfalls unterstützend, z. B. zur Tangentialbeleuchtung sinnvoll. Dadurch sinkt das Lichttoxizitätsrisiko signifikant, gleichzeitig besteht die Chance auf eine Kostenreduktion, da keine teuren Xenon- oder Quecksilber-Lichtquellen mehr notwendig sind. Diese Erwartungen sollen durch weitere Studien an humanen Augen bestätigt werden.

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