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Postakute Infektions- und Vakzinierungssyndrome bei Kindern und Jugendlichen

Aktuelle Erkenntnisse, aktuelle Versorgungsformen

  • Open Access
  • 08.07.2025
  • Fatigue
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Postakute Infektions- und Vakzinierungssyndrome (PAIVS), einschließlich der myalgischen Enzephalomyelitis/des chronischen Fatigue-Syndroms (ME/CFS), betreffen auch Kinder und Jugendliche. Aufgrund heterogener Symptomatik, fehlender Biomarker und Kausaltherapien ist die Versorgung herausfordernd.
Der Beitrag fasst den aktuellen Wissensstand zu PAIVS bei Kindern und Jugendlichen zusammen und liefert praktische Empfehlungen zum klinischen Management. Die Bündelung der Erkenntnisse erfolgte auf Basis internationaler Evidenz und klinischer Erfahrung der Autor*innen. Sie sind Initiator*innen bzw. Partner*innen des neuen, interdisziplinären und multiprofessionellen Projekts Pädiatrisches Netzwerk für die Versorgung und Erforschung von postakuten Folgen von COVID-19, ähnlichen postakuten Infektions- und Impfsyndromen sowie ME/CFS bei Kindern und Jugendlichen (PEDNET-LC), das bundesweit pädiatrische Versorgungs- und Forschungsstrukturen zu PAIVS auf- und ausbaut.
Die PAIVS erfordern eine interdisziplinäre (differenzial-)diagnostische Abklärung. Insbesondere Screenings auf postexertionelle Malaise (PEM) als Kernsymptom von ME/CFS und auf orthostatische Intoleranz sind notwendig. Bei Vorliegen von PEM ist die Vermeidung einer Symptomverschlechterung durch Anpassung der Alltagsaktivitäten (Pacing) essenziell. In der Versorgung haben neben symptomatischen Therapien sozialmedizinische Maßnahmen zur Stärkung von Alltags- und Bildungsteilhabe einen hohen Stellenwert.
Kinder und Jugendliche mit PAIVS benötigen eine individuell zugeschnittene, interdisziplinäre, multiprofessionelle und longitudinale Versorgung. Voraussetzungen sind gute intersektorale Zusammenarbeit sowie umfassende Aufklärung und Fortbildung zum Krankheitsbild. Das PEDNET-LC bietet die Chance, pädiatrische PAIVS-Versorgungs- und Forschungsstrukturen zu harmonisieren und weiterzuentwickeln.

Redaktion

Eckard Hamelmann, Bielefeld
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Definition

Der Begriff postakutes Infektionssyndrom (PAIS) hat sich als übergreifende Bezeichnung für unspezifische chronische Symptomenkomplexe infolge von akuten Infektionserkrankungen etabliert; von diesen sind weltweit altersübergreifend Millionen Menschen betroffen [6]. Zu PAIS gehören u. a. das durch eine Infektion mit dem Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) verursachte Post-COVID-19-Syndrom (PCS, ICD-10 U09.9!; [1, 7, 22]) sowie ähnliche Folgen von infektiöser Mononukleose durch das Epstein-Barr-Virus (EBV-IM) oder Influenza. Die WHO hat eine Definition von PCS speziell für Kinder publiziert; gemäß dieser treten die Symptome innerhalb der ersten 3 Monate nach gesicherter oder wahrscheinlicher SARS-CoV-2-Infektion auf und halten über mindestens 2 Monate an. Die Symptome können nach der Indexinfektion fortbestehen, neu auftreten oder im Laufe der Zeit fluktuieren [22]. Ähnliche Symptome nach Impfungen werden als postakute Vakzinierungssyndrome (PVS) bezeichnet.
Zusammengefasst ergibt sich der Terminus postakute Infektions- und Vakzinierungssyndrome (PAIVS). Diese sind von spezifischen Organdysfunktionen oder andernorts klassifizierten Syndromen nach Infektionen oder Impfungen abzugrenzen (wie beispielsweise Myokarditis oder Guillain-Barre-Syndrom). Eine besonders schwere Form von PAIS ist die seit 1969 von der WHO als neurologische Erkrankung klassifizierte myalgische Enzephalomyelitis/chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS, ICD-10 G93.3), die über die Canadian Consensus Criteria (CCC) und die Kriterien des Institut of Medicine (IOM) definiert wurde [5, 19]. Der vorliegende Beitrag baut auf bestehenden Leitlinien, der Long-COVID-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und Konsensuspapieren [14, 15, 17, 20, 30] auf und gibt eine aktuelle Übersicht zu Diagnose, Management und Versorgung von PAIVS in Deutschland.

Epidemiologie und Pathogenese

Epidemiologie

Die Prävalenz von PAIS bei Kindern und Jugendlichen ist niedriger als bei Erwachsenen. Aufgrund des heterogenen Designs pädiatrischer Studien ist eine verlässliche Angabe erschwert; für PCS und PAIS nach EBV-IM wird die Prävalenz meist im niedrigen einstelligen Prozentbereich berichtet. Das PVS ist in allen Altersgruppen wesentlich seltener als PAIS, allerdings ist die Evidenz sehr limitiert [19]. Die ME/CFS-Prävalenz wurde präpandemisch auf mindestens 0,1 % geschätzt, mit Zunahme nach COVID-19 [8, 18]. Als Risikofaktoren für PAIVS kristallisieren sich altersübergreifend das weibliche Geschlecht, schwere akute Infektionserkrankungen sowie chronische Vorerkrankungen heraus (u. a. Asthma, Allergien, Adipositas; [12]).

Pathogenese

Die Pathogenese von PAIVS und ME/CFS ist Gegenstand intensiver Forschung. Bei Betroffenen wurden u. a. chronische Inflammation, autoimmune Prozesse sowie endotheliale und mitochondriale Dysfunktionen nachgewiesen [1, 6, 7, 23, 28]. Zusätzlich zeigten sich Veränderungen bei der Untersuchung des Mikrobioms, in der funktionellen Bildgebung, in Muskelbiopsaten und Belastungstests [1, 2, 11, 23, 24]. Bei PCS, ME/CFS und POTS fanden sich Hinweise auf eine verminderte zerebrale Durchblutung [3, 29].

Klinisches Bild

Die klinischen Phänotypen und Verläufe sind sehr heterogen. Für das PCS werden bis zu 200 verschiedene Symptome berichtet [7], darunter pädiatrisch häufig Fatigue, Dyspnoe, Belastungsintoleranz, Schmerzen und Ängstlichkeit [4, 8, 12, 22, 26]. Es besteht eine deutliche Alltagseinschränkung; abhängig vom Schweregrad sind regulärer Schulbesuch oder sogar die selbstständige Nahrungsaufnahme vorübergehend oder langfristig unmöglich.
Obligate Symptome von ME/CFS nach den CCC- und IOM-Kriterien sind Fatigue, Belastungsintoleranz mit postexertioneller Malaise (PEM) und unerholsamer Schlaf, kombiniert mit Schmerzen, neurokognitiven („Brain Fog“), autonomen, neuroendokrinen und/oder immunologischen Manifestationen über mindestens 3 Monate (bei Erwachsenen 6 Monate; [5, 13, 28]). Die PEM entspricht einer Zustandsverschlechterung nach physischen, kognitiven und/oder emotionalen Belastungen, die vor Krankheitsbeginn problemlos toleriert wurden. Sie tritt oft verzögert nach 24–48 h auf und kann über Tage, Wochen oder Monate anhalten [2, 11]. Bei schwer Betroffenen, die teils bettlägerig und auf Pflege angewiesen sind, können geringste Aktivitäten wie Treppensteigen oder kurze Gespräche eine PEM auslösen [28]. Häufig findet sich bei PAIVS eine orthostatische Intoleranz (OI). Sie kann in Form eines posturalen orthostatischen Tachykardiesyndroms (POTS, ICD: G90.80) auftreten [7, 25, 28]. Bei diesem kommt es nach dem Aufrichten zum anhaltenden pathologischen Herzfrequenzanstieg, evtl. auch zu Angst aufgrund von Herzrasen.

Diagnostik

Weil keine diagnostischen Biomarker zur Verfügung stehen, ist eine angemessen breite, symptomorientierte Differenzialdiagnostik notwendig. Ziel ist es, sowohl Differenzialdiagnosen abzugrenzen als auch Komorbiditäten zu identifizieren; Letztere sind gemeinsam mit dem PAIVS bzw. ME/CFS zu behandeln. Die Diagnostik erfolgt je nach klinischem Bild sektorenübergreifend, interdisziplinär und multiprofessionell unter Einbindung der Primärversorgenden sowie spezialisierter Versorgungszentren. Das diagnostische Setting sollte an die Belastbarkeit der Betroffenen angepasst sein.

Anamnese

Zunächst sollte eine umfassende und symptomorientiert vertiefte Anamnese erfolgen (Abb. 1). Sie kann sektorenübergreifend durch Fragebogen unterstützt werden, beispielsweise zum Screening auf PEM (DePaul Symptom Questionnaire – Post-Exertional Malaise (DSQ-PEM)) und ME/CFS (Munich Berlin Symptom Questionnaire, MBSQ; [25]). An den spezialisierten Versorgungszentren hat sich ein multidisziplinäres Vorgehen unter gleichzeitiger Einbindung von pädiatrischer und psychologischer/psychiatrischer Expertise bewährt.
Abb. 1
Anamnese bei Verdacht auf postakute Infektions- und Vakzinierungssyndrome (PAIVS). PEM postexertionelle Malaise
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Post-exertionelle Malaise und orthostatische Intoleranz sind strukturiert anamnestisch zu erfragen
Vor fachspezifischen Diagnosepfaden sollte das Vorliegen von PEM abgeklärt und beim Prozedere berücksichtigt werden. Patient*innen mit einer PEM berichten klassischerweise, dass sie ihrem gewohnten Alltag (Schule, Freunde, Hobbys) nachgehen möchten, aber nicht können. Art und Intensität der Aktivitäten, die zu einer Überlastung mit PEM führen, können sich im Verlauf ändern und sind nicht bei allen Betroffenen gleich.

Körperliche Untersuchung

Die sorgfältige körperliche Untersuchung wird durch symptomorientierte Aspekte ergänzt. Neben der Erhebung von Vitalparametern, Körpermaßen, Allgemein- und Ernährungszustand sind Untersuchungen von Herz, Lunge, Abdomen, Haut sowie orientierend und ggf. weiterführend neurologische Untersuchungen notwendig. Teils können Auffälligkeiten der peripheren Perfusion als Hinweis auf eine OI bestehen. Der Beighton-Score kann zur erweiterten Abklärung einer Hypermobilität erhoben werden [28].

Labor- und weiterführende Diagnostik

Neben einer Basislaboruntersuchung (Blutbild, Nieren‑, Leber‑, Schilddrüsenfunktion) sind bei Belastungsintoleranz ein EKG und bei vorliegender OI ein 10-min-Stehtest (Abb. 3) anzustreben. Der Umfang der weiteren Labor- und Funktionsdiagnostik sowie bildgebenden Untersuchungen richtet sich nach Art, Dauer und Schweregrad der Symptomatik sowie evtl. verfügbaren Vorbefunden. Für spezifische Empfehlungen zur stufenweisen Differenzialdiagnostik wird auf die verfügbaren Konsensuspapiere, Leit- und Richtlinien, einschließlich der für 2025 erwarteten, durch die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) koordinierten „S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie von Long COVID im Kindes- und Jugendalter“, verwiesen [14, 15, 17, 30].

Symptomorientiertes Management

Ziel der Behandlung ist es, die Symptome bestmöglich zu lindern sowie Alltagsteilhabe und Lebensqualität zu verbessern. Die Beratung zu einem adäquaten Selbstmanagement (z. B. mithilfe von Pacing, Schlafhygiene, Kreislaufübungen) spielt eine zentrale Rolle. Zunächst sollten diejenigen Beschwerden mit den größten Auswirkungen auf die Alltagsfunktion adressiert werden. Die multimodalen, multiprofessionellen und interdisziplinären Strategien beinhalten medikamentöse und nichtmedikamentöse Ansätze. Zu beachten sind symptomspezifische pädiatrische bzw. kinder- und jugendpsychiatrische Leitlinien sowie die individuelle Belastungsgrenze. Die multimodale Behandlung der OI findet sich beispielhaft in Abb. 2 zusammengefasst.
Abb. 2
Definitionen und Maßnahmen bei orthostatischer Intoleranz (OI). HF Herzfrequenz, bpm „beats per minute“
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Pacing

Im Fall von PEM ist ein konsequentes Selbstmanagement erforderlich. Pacing bedeutet die Anpassung des Alltags an die individuelle Belastungsgrenze. Ziel ist es, die wiederkehrende Spirale aus vorübergehenden Zustandsverbesserung und erneuten Überlastungen (Betroffene sprechen von „Crash“) durch umsichtige Planung, Priorisierung und Pausen zu verhindern (Abb. 3).
Bei postexertioneller Malaise ist Pacing mit individueller Anpassung der Alltagsaktivität empfohlen
Die körperlichen, kognitiven und emotionalen Anstrengungen sind so zu dosieren, dass eine bestmögliche Alltags- und Bildungsteilhabe ermöglicht und das Risiko von Überlastungen gemindert wird [5, 15, 19, 20]. Im Kindes- und Jugendalter ist dies in Anbetracht des Vorrangs kurzfristiger Freuden und Ziele eine große Herausforderung.
Abb. 3
Visualisierung von Pacing und postexertioneller Malaise (PEM). (Deutsche Gesellschaft für ME/CFS e. V. [18])
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Hilfreich können professionelle Gruppenschulungen sowie Aktivitäts- und Symptomtagebücher sein. Wichtig ist, dass Pacing nicht als ungezielte Schonung, sondern als individuell angepasstes Selbstmanagement verstanden wird. Bei stabilem Zustand kann die Aktivität in kleinen Schritten gesteigert werden, solange keine Verschlechterung eintritt; Rückschritte sind möglich. Bei Vorliegen von PEM sollen jedoch keine vordefinierten „Trainingsstufen“ („graded exercise therapy“, GET) wie bei anderen Reha- oder Wiedereingliederungskonzepten eingefordert werden, weil ein starres Vorgehen als potenziell schädlich angesehen wird [16, 19, 28]. Sollte keine PEM vorliegen, stehen Maßnahmen zur individuellen Symptomenkontrolle ohne generelle Einschränkung von Aktivitäten im Vordergrund.

Nichtmedikamentöse Therapie

Je nach Symptomatik sind an die Belastbarkeit angepasste physio-, atem-, ergo-, schmerz- und psychotherapeutische Maßnahmen zu empfehlen. Im Vordergrund der Psychotherapie stehen die Vermittlung von Coping-Strategien sowie die Behandlung und Prävention psychiatrischer Komorbiditäten. Eine hohe Symptomlast mit reduzierter Belastbarkeit und Teilhabe kann zu sekundär auftretender Angst und Depression sowie zu Belastungen der gesamten Familie führen.
Im Kontext von ME/CFS besteht ein erhöhtes Risiko für Suizidalität. Eine begleitende psychotherapeutische und/oder psychiatrische Unterstützung sollte mit PAIVS- und ggf. ME/CFS-Expertise erfolgen [10]. Wesentlich bei allen Maßnahmen ist die Berücksichtigung der individuellen Belastungsgrenze.

Medikamentöse Therapie

Kausale medikamentöse Ansätze stehen bislang nicht zur Verfügung. Einzelne Symptome sind einer medikamentösen „In-label“-Behandlung zugänglich. Eine „Off-label“-Behandlung kann v. a. bei schweren Schlaf- und Kreislaufstörungen, chronischen Schmerzen und Fatigue hilfreich sein. Die diesbezügliche Evidenz im Kindes- und Jugendalter ist sehr limitiert. Deshalb sollte die Beratung hinsichtlich medikamentöser Therapien im Konsens spezialisierter Versorgungszentren erfolgen.

Sozialmedizinische Unterstützung

Kinder und Jugendliche mit PAIVS sind bezüglich der Bildungs- und Teilhabechancen häufig erheblich eingeschränkt. Sie sind durch krankheitsbedingte Schulfehlzeiten oft mit belastenden Fragen nach Schul(form)-Wechsel, Versetzung oder/und Erhalt von Abschlüssen konfrontiert. Die bestmögliche Konstanz des sozialen Settings, insbesondere der Verbleib im gewohnten Klassenverband, hat bei krankheitsbedingtem Verlust von Hobbys eine hohe Relevanz. Individuelle Nachteilsausgleiche (z. B. flexible Unterrichtsdauer und -zeiten, Haus‑/Onlineunterricht, Avatar) können eine verbesserte Teilhabe unterstützen.
Die Bildungsteilhabe soll durch individuell zugeschnittene psychosoziale Maßnahmen verbessert werden
Begleitend sollte die Verordnung passender Hilfsmittel (z. B. E‑Bike, Rollstuhl, Treppenlift) geprüft werden. Schwer Betroffene haben ein Anrecht auf sozialrechtliche Beratung zur Feststellung eines angemessenen Pflegegrads sowie Grads der Behinderung. Wesentlich sind Informations- und Aufklärungsangebote für alle Akteure.

Versorgung bei schwerem ME/CFS

Die Versorgungslage bei schwerem ME/CFS ist weiterhin unzureichend. Externe Versorgungstermine können unmöglich sein oder eine langwierige PEM auslösen und sollten nach sorgfältiger Planung auf ein zwingend notwendiges Maß reduziert werden. Der Aufbau spezieller, stationärer sowie aufsuchender und telemedizinischer Versorgungskonzepte ist unerlässlich. Im häuslichen Setting muss neben bestmöglicher Symptomenkontrolle auf eine ausreichende Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr sowie psychosoziale Unterstützung der gesamten Familie geachtet werden [20, 28]. Die komplexe Versorgung sollte durch interdisziplinäre, intersektorale Online-Fallkonferenzen sowie ggf. Einbindung von Bunten Kreisen (sozialmedizinische Nachsorge) und Spezialisierter Ambulanter Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche (SAPV-KJ) unterstützt werden.

Prognose

Eine prognostische Einschätzung bei PAIVS ist aufgrund der hohen Heterogenität und begrenzten Datenlage schwierig. Bei der Mehrheit der pädiatrischen Fälle mit PCS oder PAIS nach EBV-IM wurde eine spontane Besserung oder Ausheilung in den ersten 6 bis 12 Monaten nach dem Krankheitsbeginn beobachtet; einige Betroffene zeigten jedoch eine darüber hinaus persistierende Symptome [4]. In einer australischen Studie zu pädiatrischem ME/CFS waren nach 5 Jahren ein Drittel und nach 10 Jahren zwei Drittel der Betroffenen subjektiv genesen [27]. Generell ist neben erfolgreichem Pacing [9] ein jüngeres Patientenalter mit einer besseren Prognose verknüpft. Nachfolgende Infektionserkrankungen sind mit der Gefahr einer erneuten Verschlechterung assoziiert.

Versorgungsstrukturen und Aussicht

Bislang existieren nur wenige spezialisierte Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche mit einem PAIVS in Deutschland. Das Krankheitsbild ist vielfach wenig bekannt und die hohe Fallkomplexität nicht adäquat in der Versorgungsstruktur berücksichtigt. Im Rahmen einer neuen Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit werden bis 2028 ca. 41 Mio. € für das „Pädiatrische Netzwerk für die Versorgung und Erforschung von postakuten Folgen von COVID 19, ähnlichen postakuten Infektions- und Impfsyndromen sowie ME/CFS bei Kindern und Jugendlichen“ (PEDNET-LC) bereitgestellt. Dieses interdisziplinär und multiprofessionell ausgerichtete, sektorenübergreifende Netzwerk hat einen deutschlandweiten Auf- und Ausbau von Versorgungskapazitäten, standardisierten Diagnostik- und Therapiepfaden sowie multizentrische Forschungsvorhaben zum Ziel (www.pednet-lc.de). Es wirken spezialisierte Kliniken und Forschungsinstitute (Abb. 4) sowie Krankenkassen, Fachgesellschaften/-verbände und Betroffenenorganisationen mit. Die medizinischen Routinedaten werden im PAIVS-ME/CFS-Register und Bioproben für Forschungszwecke zentral gebündelt. Auf dieser Basis sollen Strukturen, die die Versorgung und Erforschung von PAIS und anderen komplexen Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter nachhaltig verbessern, geschaffen werden.
Abb. 4
Teilnehmende Zentren im Verbundprojekt Pädiatrische Netzwerk für die Versorgung und Erforschung von postakuten Folgen von COVID 19, ähnlichen postakuten Infektions- und Impfsyndromen sowie ME/CFS bei Kindern und Jugendlichen (PEDNET-LC)
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Fazit für die Praxis

  • Die Diagnosestellung von postakuten Infektions- und Vakzinierungssyndromen (PAIVS), einschließlich der myalgischen Enzephalomyelitis/des chronischen Fatigue-Syndroms (ME/CFS), erfolgt interdisziplinär nach klinischen Kriterien und symptomorientierter Differenzialdiagnostik.
  • In der Anamnese sind die frühzeitige Erkennung von Belastungsintoleranz mit postexertioneller Malaise (PEM) und in der Versorgung deren Berücksichtigung wesentlich.
  • Bei Vorliegen von PEM ist im klinischen Management eine individuelle Anpassung der Alltagsaktivitäten an die tolerierte Belastungsgrenze (Pacing) von grundlegender Bedeutung
  • Eine begleitende orthostatische Intoleranz sollte mithilfe des 10-min-Stehtests abgeklärt und multimodal behandelt werden.
  • Schwer betroffene Patienten mit ME/CFS benötigen ein spezialisiertes, multiprofessionelles Management, einschließlich aufsuchender Medizin und Telemedizin.
  • Das Pädiatrische Netzwerk für die Versorgung und Erforschung von postakuten Folgen von COVID-19, ähnlichen postakuten Infektions- und Impfsyndromen sowie ME/CFS bei Kindern und Jugendlichen (PEDNET-LC) bietet ein bundesweites Netzwerk für die spezialisierte Versorgung und Erforschung von PAIVS.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

Die Angaben zum Interessenkonflikt orientieren sich am Formular des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE). J. Schmidt hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. Er erklärt, dass für die letzten 36 Monate keinerlei Beziehungen, Tätigkeiten und Interessen, die mit dem Inhalt des Manuskripts im Zusammenhang stehen, offenzulegen sind. E. Hamelmann hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. Er erklärt, dass für die letzten 36 Monate keinerlei Beziehungen, Tätigkeiten und Interessen, die mit dem Inhalt des Manuskripts im Zusammenhang stehen, offenzulegen sind. N. Töpfner hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. In den letzten 36 Monaten erhielt sie Forschungsförderung: BMG-Modellmaßnahme PEDNET-LC, G‑BA Innovationsfonds KidsCarePVS. K. Storm van’s Gravesande hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. Sie erklärt, dass für die letzten 36 Monate keinerlei Beziehungen, Tätigkeiten und Interessen, die mit dem Inhalt des Manuskripts im Zusammenhang stehen, offenzulegen sind. F. Brinkmann hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. Sie erklärt, dass für die letzten 36 Monate keinerlei Beziehungen, Tätigkeiten und Interessen, die mit dem Inhalt des Manuskripts im Zusammenhang stehen, offenzulegen sind. J: Soler Wenglein hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. In den letzten 36 Monaten wurde sie benannt als Mitglied der Leitliniengruppe der geplanten S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Long COVID im Kindes- und Jugendalter“. D. Vilser hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. In den letzten 36 Monaten erhielt er: Tantiemen für einen Buchbeitrag (Frommhold, Jördis and Per Otto Schüller, Hrsg. Post-COVID-Syndrom und Long-COVID: Diagnostik, Therapie, Verlauf. MWV, 2022); Beratungshonorar der Plattform Consilium (Thema: Long-COVID); Bezahlung/Honorare: Consilium (Vortrag auf Kongress, Artikel in Themenheft, Podcast), BMAS (Vortrag und Seminarleitung Versorgungstage), Springer (Artikel in „Pädiatrie“); Bezahlung von Sachverständigengutachten (nur vom Gericht angeordnete Gutachten); Unterstützung bei der Teilnahme an Meetings/Reisen: BMG, BMAS, Thüringer Landesregierung, Staatlich geförderte Forschungsprojekte; Führungs‑/Treuhandrolle (bezahlt/unbezahlt): Ärzte- und Ärztinnenverband Long COVID. Z.S. Oftring hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. Sie erklärt, dass für die letzten 36 Monate keinerlei Beziehungen, Tätigkeiten und Interessen, die mit dem Inhalt des Manuskripts im Zusammenhang stehen, offenzulegen sind. U. Behrends hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. In den letzten 36 Monaten erhielt sie: Zuschüsse oder Verträge: Forschungsprojekt „Post-COVID Kids Bavaria“ über Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP), Forschungsprojekt „Baynet for MECFS“ über das bayerische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (BMBF), Forschungsprojekte „IMMME“, „CURE-ME“ und „BioSigPEM“ über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Forschungsprojekte „PEDNET-LC“ und „DETECT“ über das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Forschungsprojekt „IMMUC“ über das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF); Bezahlung oder Honorare für Vorträge: Vortragshonorar von der Bayerischen Apothekerkammer (BLAK), Vortragshonorar vom Medizinischen Dienst (MD) Bayern, Vortragshonorar für Gutachterschulungen in Wien; Unterstützung bei der Teilnahme an Meetings und/oder Reisen: Reisekosten über das Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), Reisekosten über das Bundesministerium für Gesundheit (BMG); Führungs- oder Treuhandrolle in einem anderen Vorstand, einer Gesellschaft, einem Ausschuss oder einer Interessengruppe, bezahlt oder unbezahlt: ehem. Vorstandsmitglied der Elterninitiative ME/CFS-kranke Kinder & Jugendliche München e. V., Mitglied des Münchner Lenkungsausschuss des DZIF, Vorsitzende des Lenkungsausschuss des BMG-finanzierten PEDNET-LC-Projekts; Entgegennahme von Ausrüstung, Medikamenten, medizinischem Schreiben, Geschenken oder anderen Dienstleistungen: ein BMW-Pkw von BMW als Spende für die aufsuchende Patientenversorgung durch die Kinderpoliklinik des TUM Klinikums. Sonstige finanzielle oder nichtfinanzielle Beteiligungen: Entgegennahme von mildtätigen Spenden von privaten Sponsoren und Stiftungen für die Versorgungs- und Forschungsprojekte am „Münchner Chronische Fatigue Centrum für Junge Menschen“ (MCFC) der Kinderpoliklinik des TUM Klinikums, Koordinatorin der Leitliniengruppe der geplanten S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Long COVID im Kindes- und Jugendalter“.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die nicht-kommerzielle Nutzung, Vervielfältigung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die Lizenz gibt Ihnen nicht das Recht, bearbeitete oder sonst wie umgestaltete Fassungen dieses Werkes zu verbreiten oder öffentlich wiederzugeben. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/.

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Titel
Postakute Infektions- und Vakzinierungssyndrome bei Kindern und Jugendlichen
Aktuelle Erkenntnisse, aktuelle Versorgungsformen
Verfasst von
Dr. med. Jeremy Schmidt
Nicole Töpfner
Daniel Vilser
Karin Storm van’s Gravesande
Zoe Oftring
Janina Soler Wenglein
Eckard Hamelmann
Folke Brinkmann
Uta Behrends
Publikationsdatum
08.07.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Monatsschrift Kinderheilkunde / Ausgabe 8/2025
Print ISSN: 0026-9298
Elektronische ISSN: 1433-0474
DOI
https://doi.org/10.1007/s00112-025-02222-9
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