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Bis zu ihrem tragischen Sturz bei den Olympischen Winterspielen in Italien in diesem Jahr fuhr die US-Skirennläuferin Lindsey Vonn nach mehreren Knieverletzungen mit einer sogenannten Teil- oder Schlittenprothese im Knie wieder Weltcup-Rennen. Dies weckt Hoffnungen bei vielen von Kniearthrose Betroffenen. Bei einer Schlittenprothese wird nur der erkrankte Anteil des Kniegelenks ersetzt, meist die Innen- oder Außenseite. Die übrigen Gelenkflächen, die Kreuzbänder und große Teile der natürlichen Gelenkmechanik bleiben erhalten. „Ziel ist es, das Knie möglichst nah an seiner natürlichen Funktion zu belassen. Wir streben bei der Versorgung eine personalisierte Lösung an, bei der wirklich nur das ersetzt wird, was geschädigt ist. Im nächsten Schritt ist dann immer noch der Übergang zu einer Vollprothese möglich“, sagte Prof. Dr. Georgi Wassilew, Generalsekretär der AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik und Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin an der Universitätsmedizin Greifswald. Schlittenprothesen können ein besonders natürliches Bewegungsgefühl ermöglichen. Ein „forgotten knee“ ist ein Knie, das sich im Alltag kaum bemerkbar macht. Gründe dafür sind der Erhalt der Kreuzbänder, eine weitgehend natürliche Gelenkbewegung und ein vergleichsweise schonender Eingriff mit geringerem Weichteilschaden. „Voraussetzung ist jedoch, dass der Verschleiß tatsächlich auf einen begrenzten Bereich des Kniegelenks beschränkt ist“, so Wassilew. Zudem müssen das Knie insgesamt stabil sein, die Beinachse gerade oder gut korrigierbar und entzündliche Gelenkerkrankungen ausgeschlossen sein. Künstliche Knie seien sehr belastbar. red
Von Cortison über Biologika zu CAR‑T‑Zellen: Was ändert sich aktuell in der Rheumatologie? Prof. Elisabeth Märker-Hermann wirft gemeinsam mit Moderator Prof. Markus M. Lerch einen Blick auf die Behandlung von Polymyalgia rheumatica, rheumatoider Arthritis oder Lupus erythematodes. Einige Paradigmenwechsel sind hier im Gange. Die Rheumatologin betont außerdem: Einfache Fragen und wenige Basisuntersuchungen geben erste wichtige diagnostische Hinweise.
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte arbeiten angestellt in Praxen bzw. MVZ. Was im Arbeitsvertrag geklärt werden kann und sollte und wo Risiken liegen, erklärt Medizin- und Arbeitsrechtlerin Gabriele Leucht.
Medizinischen Rat von Chatbots auf der Basis sogenannter künstlicher Intelligenz haben laut Umfragen bereits knapp die Hälfte aller Erwachsenen schon einmal eingeholt. Welche Chancen und Risiken birgt das?
Folgen Patienten einem Arzt in eine andere Praxis, braucht er Zugriff auf deren Akten. Wie das korrekt funktionieren kann, zeigt Hessens Datenschützer. Und er warnt vor unbefugtem Streaming aus Praxen.