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Trotz zum Teil kontroverser Ansichten hinsichtlich der Versorgung von periprothetischen Frakturen sind sich Unfallchirurgen und Orthopäden in einem Punkt einig: Aufgrund der deutlichen Zunahme der Endoprothesenimplantationen in den letzten Jahren, der immer älter werdenden Bevölkerung mit hohem Aktivitätsanspruch und der verminderten Knochenqualität wird diese Entität einen starken Inzidenzanstieg bereits mittelfristig, aber vor allem auch langfristig erfahren [2]. Die Rate an periprothetischen Femurfrakturen nach Primärimplantation einer Knie-Totalendoprothese (TEP) wird in der Literatur aktuell mit 2,5 % angegeben. Bei Revisionsendoprothesen steigt diese Zahl bereits auf bis zu 38 % an [1, 3]. Primäres Ziel nach Diagnosesicherung einer periprothetischen distalen Femurfraktur ist die zeitnahe Versorgung zur Sicherung einer suffizienten Mobilisierung mit frühfunktioneller Übungsbehandlung und Vermeidung von Sekundärkomplikationen. Der in diesem Artikel beschriebene Algorithmus (Abb. 1) gibt eine Übersicht über die grundlegenden Therapieoptionen dieser Verletzung. Darüber hinaus braucht es dennoch differenzierte Sichtweisen auf die komplexe und individuelle Behandlung, die bereits mit einer exakten Anamneseerhebung beginnt. Im Rahmen der Entscheidungsfindung ist dabei relevant, ob bereits vor der Fraktur implantatassoziierte Beschwerden vorlagen, die eher den Wechsel als den Erhalt der schmerzhaften Endoprothese nahelegen. Dennoch sollte auch intraoperativ auf mögliche Komponentenlockerungen, Instabilitäten und einen ggf. unzureichend vorhandenen „bone stock“ am distalen Femur geachtet werden, um dann im Bedarfsfall vom Plan der primär angedachten Osteosynthese abzuweichen und einen Wechsel der Prothese durchzuführen. Unabhängig davon sollte man sich auch bei einer nicht gelockerten und vor dem Trauma gut funktionierenden Endoprothese mit der Frage auseinandersetzen, ob die diagnostizierte Fraktur unter Berücksichtigung der individuellen Biologie und der zu erzielenden mechanischen Stabilität zur Ausheilung gebracht werden kann. Eine Herausforderung der Plattenosteosynthese stellen v. a. Prothesen mit einliegendem femoralen „stem“ dar, da hier auf eine suffiziente Schraubenplatzierung zur sicheren Verankerung der Platte geachtet werden muss. Nagelosteosynthesen sind nur bei femoralen Komponenten mit sogenanntem „open box design“ möglich und durch die distalen Verriegelungsoptionen gerade bei weit distalen Frakturen oft limitiert. Ebenso muss der gewählte Zugangsweg dem Operateur alle Optionen der Versorgung lassen und dennoch so weichteilschonend wie möglich erfolgen.
Abb. 1
Vorgehen bei Verdachtsdiagnose „Periprothetische distale Femurfraktur bei einliegender Knie-TEP.“ UCS Unified Classification System, Mibi Mikrobiologie, DVT digitale Volumentomographie, PJI „periprosthetic joint infection“, CR „Cruciate retaining“, PS „Posterior stabilized“, CC „Constrained condylar“, TEP Totalendoprothese
Grundlagenwissen der Arthroskopie und Gelenkchirurgie erweitert durch Fallbeispiele, Videos und Abbildungen. Zur Fortbildung und Wissenserweiterung, verfasst und geprüft von Expertinnen und Experten der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA).
Mehr als eine Million Menschen in Deutschland leiden unter Hallux valgus – eine Fehlstellung des Großzehs, die je nach Schweregrad und Symptomen behandelt wird. Welche neuen Empfehlungen die aktualisierte S2e-Leitlinie bietet, erklärt der Orthopäde Prof. Sebastian Baumbach im MedTalk Leitlinie KOMPAKT der Zeitschrift Orthopädie und Unfallchirurgie.
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