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Therapiekonzepte bei distalen Femurfrakturen – Versorgungsstrategie periprothetischer distaler Femurfrakturen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Periprothetische distale Femurfrakturen (PPDFF) bei implantierter Knieendoprothese stellen eine zunehmende Herausforderung für die unfallchirurgische und orthopädische Versorgung insbesondere älterer, multimorbider Patient:innen dar. Die Behandlungskonzepte variieren je nach Frakturtyp, Prothesenstabilität, Knochenqualität und Patientenfaktoren [1, 610, 13]. Moderne winkelstabile Platten, retrograde Marknägel mit angulierten Schäften, Doppelplatten- und Nagel-Platten-Konstrukte bieten je nach Frakturtyp und Knochenqualität eine hohe Primärstabilität und ermöglichen meist eine frühfunktionelle Mobilisation [5, 6, 11, 13, 3033]. Bei sehr distalen, osteoporotischen oder komplexen Frakturen sind Doppelplatten oft biomechanisch überlegen und reduzieren Komplikationen wie Nonunion und Implantatversagen [2, 10, 11, 13, 14, 22, 29]. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass der Knochen hinter dem femoralen Schild nicht regelrecht konsolidiert. Bei ausgedehntem Knochenverlust oder primär gelockerter Prothese ist der distale Femurersatz indiziert [8]. Frühzeitige Mobilisation, insbesondere in der meist älteren Patientenpopulation, verbessert das funktionelle Ergebnis und senkt die Mortalität [1, 5, 11, 13, 16, 27, 3033]. Ziel dieses Übersichtsartikels ist es, aktuelle Therapieoptionen, deren Evidenz sowie spezifische Komplikationen und funktionelle Ergebnisse systematisch darzustellen und zu bewerten.
Titel
Therapiekonzepte bei distalen Femurfrakturen – Versorgungsstrategie periprothetischer distaler Femurfrakturen
Verfasst von
PD Dr. med. Christopher Spering
Wolfgang Lehmann
Publikationsdatum
24.10.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 3/2026
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00113-025-01638-y
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