- Verfasst von
- Hannah Gablac
- Prof. Dr. Michael Hoffmann
- Erschienen in
- Die Unfallchirurgie | Ausgabe 3/2026
Zusammenfassung
Hoffa-Frakturen weisen einen koronaren Frakturverlauf auf und stellen eine insgesamt seltene Frakturentität dar. Sie sind mit Hochrasanztraumen vergesellschaftet und betreffen überdurchschnittlich oft die laterale Femurkondyle. Eine Kniegelenkflexion ≥ 90° zum Traumazeitpunkt mit axialer Krafteinleitung in das distale Femur repräsentiert einen häufigen Frakturmechanismus. Da die Frakturen in der Röntgendiagnostik oft übersehen werden, ist zu Diagnostik und Operationsplanung (Wahl des Zugangs und des Implantats) eine CT-Untersuchung indiziert. Die operative Versorgung mithilfe eines Äquivalents der Herbert-Schraube erzielt ein gutes funktionelles Ergebnis; dieses entspricht dem bevorzugten Osteosyntheseimplantat für einfache Hoffa-Frakturen ohne Trümmerzone. Knorpel‑, Meniskus- und Bandverletzungen sind häufig mit Hoffa-Frakturen assoziiert und können das funktionelle Ergebnis beeinträchtigen. Eine zusätzliche MRT-Diagnostik und Stabilitätsprüfung beim narkotisierten Patienten erscheinen sinnvoll. Trotz differenzierter Diagnostik und Management nehmen Hoffa-Frakturen einen komplikationsbehafteten Verlauf und bedürfen einer strukturierten Nachbehandlung und radiologischer Kontrollen.
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- Titel
-
Hoffa-Frakturen
Selten, häufig übersehen, komplikationsanfällig - Verfasst von
-
Hannah Gablac
Prof. Dr. Michael Hoffmann
- Publikationsdatum
- 21.08.2025
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Femurfrakturen
Orthopädie und Unfallchirurgie - Erschienen in
-
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 3/2026
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00113-025-01617-3
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