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Hoffa-Frakturen

Selten, häufig übersehen, komplikationsanfällig

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hoffa-Frakturen weisen einen koronaren Frakturverlauf auf und stellen eine insgesamt seltene Frakturentität dar. Sie sind mit Hochrasanztraumen vergesellschaftet und betreffen überdurchschnittlich oft die laterale Femurkondyle. Eine Kniegelenkflexion ≥ 90° zum Traumazeitpunkt mit axialer Krafteinleitung in das distale Femur repräsentiert einen häufigen Frakturmechanismus. Da die Frakturen in der Röntgendiagnostik oft übersehen werden, ist zu Diagnostik und Operationsplanung (Wahl des Zugangs und des Implantats) eine CT-Untersuchung indiziert. Die operative Versorgung mithilfe eines Äquivalents der Herbert-Schraube erzielt ein gutes funktionelles Ergebnis; dieses entspricht dem bevorzugten Osteosyntheseimplantat für einfache Hoffa-Frakturen ohne Trümmerzone. Knorpel‑, Meniskus- und Bandverletzungen sind häufig mit Hoffa-Frakturen assoziiert und können das funktionelle Ergebnis beeinträchtigen. Eine zusätzliche MRT-Diagnostik und Stabilitätsprüfung beim narkotisierten Patienten erscheinen sinnvoll. Trotz differenzierter Diagnostik und Management nehmen Hoffa-Frakturen einen komplikationsbehafteten Verlauf und bedürfen einer strukturierten Nachbehandlung und radiologischer Kontrollen.
Titel
Hoffa-Frakturen
Selten, häufig übersehen, komplikationsanfällig
Verfasst von
Hannah Gablac
Prof. Dr. Michael Hoffmann
Publikationsdatum
21.08.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 3/2026
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00113-025-01617-3
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