Rotationsstabiler Schraubanker (RoSA) vs. Gamma3-Nagel (G3N) bei pertrochantärer Femurfraktur
Eine funktionelle Outcome-Analyse
- 12.09.2024
- Femurfrakturen
- Originalien
- Verfasst von
- Sven Löhnert, MD
- Klaus-Jürgen Maier, MD
- Peter Behrendt, MD
- Michael Hoffmann, MD
- Erschienen in
- Die Unfallchirurgie | Ausgabe 10/2024
Zusammenfassung
Hintergrund
Die pertrochantäre Femurfraktur (PFF) stellte deutschlandweit im Jahr 2019 mit 10,7 % die zweithäufigste Frakturform dar. Um eine frühzeitige Mobilisierung der Patienten zu ermöglichen, besteht das primäre Operationsziel in der belastungsstabilen Osteosynthese. Die größte Gruppe der implantatbedingten Komplikationen stellt anhaltend das Implantatversagen (> 80 %) dar.
Ziel der Arbeit
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, den Einfluss des Implantats auf das funktionelle Outcome zu erfassen und zu analysieren.
Material und Methoden
43 Patienten mit einer PFF (AO-Typen 31A1–31A3) wurden in die Studie inkludiert. Der Einfluss des Implantats auf das funktionelle Outcome wurde mithilfe 2er Fragebögen (SF-36, NMS (New Mobility Score)) erfasst und analysiert.
Ergebnisse
In unserer Studie konnten keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des funktionellen Outcomes ≥ 1 Jahr nach Osteosynthese der PFF in Abhängigkeit des verwendeten Implantats aufgezeigt werden. Es zeichnete sich jedoch überwiegend eine leichte zahlenmäßige Überlegenheit des G3N über den RoSA ab.
Diskussion
In der Literatur wird die Überlegenheit der intra- über die extramedullären Implantaten anhaltend diskutiert.
Das Implantatversagen stellt weiterhin die häufigste Komplikation dar. Bei intramedullären Implantaten, wie dem G3N, besteht das Versagensmuster primär im Versagen der Kopf-Hals-Komponente. Für herkömmliche extramedulläre Implantate stellen bei instabilen PFF zudem die biomechanischen Eigenschaften am Femurschaft eine Herausforderung dar. Eine Weiterentwicklung des RoSA zu einem intramedullären Implantat könnte die Vorteile des intramedullär platzierten Kraftträgers mit den Vorteilen der Klingen-Schrauben-Kombination im Hals-Kopf-Fragment vereinen und zu einem Rückgang von implantatassoziierten Komplikationen führen.
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- Titel
-
Rotationsstabiler Schraubanker (RoSA) vs. Gamma3-Nagel (G3N) bei pertrochantärer Femurfraktur
Eine funktionelle Outcome-Analyse - Verfasst von
-
Sven Löhnert, MD
Klaus-Jürgen Maier, MD
Peter Behrendt, MD
Michael Hoffmann, MD
- Publikationsdatum
- 12.09.2024
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Femurfrakturen
Osteosynthese
Orthopädie und Unfallchirurgie - Erschienen in
-
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 10/2024
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00113-024-01479-1
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