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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 3/2009

Trauma und Berufskrankheit 3/2009

Femurschaftfraktur

Computergestützte Reposition und Torsionskontrolle

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 3/2009
Autoren:
Prof. Dr. T. Hüfner, M. Oszwald, T. Stübig, U. Brunnemer, T. Gösling, C. Krettek, M. Citak

Zusammenfassung

Die femorale Malrotation ist eine häufige Fehlstellung nach Femurmarknagelosteosynthese (17–34%). Die einzige valide objektive Kontrollmethode ist eine computertomographiegestützte Torsionsmessung zwischen dem proximalen und dem distalen Femur, die nur postoperativ zur Verfügung steht und ggf. einen Zweiteingriff erfordert. Als revisionspflichtige Torsionsdifferenz wird in der Regel eine Abweichung um 15° zur Gegenseite angesehen. In den letzten Jahren wurden navigationsgestützte Module entwickelt, um bereits intraoperativ eine Femurrotationsdifferenz feststellen und korrigieren zu können. Diese Module ermöglichen zusätzlich die navigationsgestützte Definition des optimalen Hautschnitts, die navigationsgestützte Eröffnung des Markraums, die Navigation des Femurmarknagels und die navigationsgestürzte Verriegelung. Hauptproblem ist der zusätzliche Workflow, welcher zurzeit zu einer nicht akzeptablen Verlängerung der Operationszeit führt. Neben ergonomischen Weiterentwicklungen und der Individualisierung der Abläufe sollte der Operateur die Anwendung der „Hybridnavigation“ überdenken, bei welcher lediglich die für den individuellen Operateur notwendigen navigationsgestützten Arbeitsschritte durchgeführt werden.

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