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10.02.2016 | Fertilität und Kinderwunsch | Leitthema | Ausgabe 5/2016

Der Gynäkologe 5/2016

Kinderwunsch und Schwangerschaft bei Zervixkarzinom und Vorstufen

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 5/2016
Autoren:
Dr. med. F. Hoellen, PD Dr. med. C. Banz-Jansen, Prof. Dr. med. Dr. h.c. K. Diedrich
Wichtige Hinweise

Redaktion

D. Beyer, Kaiserslautern
N. Maass, Kiel
K. Diedrich, Hamburg

Zusammenfassung

Kinderwunschpatientinnen in der Dysplasiesprechstunde stellen den Behandelnden vor eine Herausforderung: Eine etwaige Dysplasie sollte vor einer geplanten Schwangerschaft möglichst saniert werden, andererseits kann eine Übertherapie Fertilitätseinschränkungen und Schwangerschaftsrisiken bedeuten. Zervixkarzinompatientinnen mit Kinderwunsch kann bis zum Stadium FIGO IB1 <2 cm ein Fertilitätserhalt mit Trachelektomie und pelviner Lymphonodektomie angeboten werden. Aktuelle Daten unterstützen den Fertilitätserhalt durch neoadjuvante Chemotherapie und konsekutive Trachelektomie auch in höheren Stadien. Während der Schwangerschaft muss die Differenzierung einer Dysplasie von der seltenen Diagnose eines Zervixkarzinoms in graviditate sorgfältig erfolgen, da klassische Zervixkarzinomsymptome in dieser Zeit fehlinterpretiert werden können. Tumorstadium und Schwangerschaftswoche sind für das Management entscheidend. Ein Staging mittels laparoskopischer pelviner Lymphonodektomie ist auch in der Schwangerschaft möglich. In fortgeschrittenen Stadien ermöglicht die neoadjuvante Chemotherapie eine Fortführung der Schwangerschaft.

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