In Zeiten, in denen die Mutterschaft immer weiter ins höhere Lebensalter verschoben wird, entwickelt sich die Suche nach Methoden zur Verbesserung der Eizellqualität zu einer der bedeutendsten Aufgaben der Reproduktionsmedizin. Seit einigen Jahren fokussiert sich die Forschung zunehmend auf den Energiemetabolismus der Eizelle. Substanzen, welche die mitochondriale Aktivität in der Zelle unterstützen, scheinen ein vielversprechender Therapieansatz zu sein. Ob sich komplexe Prozesse wie Follikulogenese, Fertilisierung und Implantation durch einzelne Maßnahmen nachhaltig verbessern lassen, bleibt fraglich. Eine optimale Betreuung unserer Patientinnen erfordert ein breit gefächertes, integratives Konzept, das unterschiedliche Maßnahmen vereint und individuell an die einzelne Frau angepasst wird. Ziel dieses Artikels ist es, die derzeit gängigen Therapieoptionen vorzustellen und auf ihre Evidenz zu prüfen.