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01.05.2016 | Fertilität und Kinderwunsch | Frauengesundheit in der Praxis | Ausgabe 5/2016

Der Gynäkologe 5/2016

Wie stark nehmen Kinderlosigkeit und späte Geburten zu?

Neue demografische Trends und ihre Ursachen

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 5/2016
Autoren:
Dr. Martin Bujard, Sabine Diabaté
Wichtige Hinweise

Redaktion

K. Friese, Oberaudorf
G. Gille, Lüneburg
K. Schaudig, Hamburg
A. Schwenkhagen, Hamburg

Zusammenfassung

Fragestellung

Im demografischen Diskurs sind einige Mythen bezüglich Kinderlosigkeit und Geburtentrends verbreitet. Die Datenlage hat sich in den letzten Jahren fundamental verbessert. Ziel des Beitrags ist, alte Mythen zur Geburtenentwicklung anhand neuer Daten aufzuklären und neue Entwicklungen in Deutschland aufzuzeigen.

Daten und Methoden

Der Beitrag analysiert auf Basis der Mikrozensen 2002–2014 altersspezifische Erstgeburtsraten, gruppenspezifische Kinderlosenanteile und Kinderzahlen sowie anhand des Familienleitbildsurveys Einstellungen zur Familiengründung.

Ergebnisse

Frauen der Jahrgänge 1965–1969, die in Deutschland leben, sind zu 21 % kinderlos und haben im Durchschnitt 1,57 Kinder. Endgültige Kinderlosigkeit ist meistens ungeplant und hat primär gesellschaftliche Gründe: Lediglich 6–8 % der jungen Frauen möchten dauerhaft ohne eigene Kinder leben, unter 4–5 % sind lebenslang infertil. Bei Akademikerinnen und in westdeutschen Großstädten ist die Kinderlosigkeit besonders hoch, trotzdem ist der Kinderwunsch bei diesen Frauen nicht geringer. Der Anteil von Erstgeburten nach dem 35. Geburtstag ist in den letzten 10 Jahren um über 40 % gestiegen. Bemerkenswert ist das Ausmaß von spätgebärenden Akademikerinnen.

Schlussfolgerung

Die Hauptursache der hohen Kinderlosigkeit liegt in der Zunahme an Lebensoptionen in Beruf, Freizeit und Partnerschaft sowie brüchigen Erwerbs- und Partnerbiographien. Dadurch verschiebt sich die Realisierung des Kinderwunsches oft in ein Alter, in dem die Fruchtbarkeit nachlässt. Diese Entwicklung erhöht den Anteil von Risikoschwangerschaften und die Nachfrage von Frauen ab Mitte 30 nach Kinderwunschbehandlungen.

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