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19.06.2017 | Fettleber | Originalien | Ausgabe 4/2017

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 4/2017

Nichtinvasive Früherkennung von Lebererkrankungen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie > Ausgabe 4/2017
Autoren:
A. Arslanow, C. Baum, F. Lammert, C. S. Stokes

Zusammenfassung

Hintergrund

Bis zu 50 % der europäischen Bevölkerung haben eine Fettlebererkrankung, die häufig zunächst symptomlos ist, aber ein erhöhtes metabolisches und kardiovaskuläres Risiko anzeigt. Im Rahmen betriebsärztlicher Untersuchungen werden gesundheitliche Risiken bei Mitarbeitern in einem regelmäßigen Turnus erfasst.

Ziel der Arbeit

Es sollte untersucht werden, ob die nichtinvasive transiente Elastographie im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung im Vergleich zu Laborparametern einen Mehrwert hinsichtlich der Diagnose einer Fettlebererkrankung bietet.

Material und Methoden

In dieser prospektiv geplanten Querschnittsstudie wurden 133 Mitarbeitern eines Universitätsklinikums beim Betriebsarzt zusätzliche nichtinvasive Untersuchungen angeboten: transiente Elastographie zur Quantifizierung der Leberverfettung (CAP-Wert) und Lebersteifigkeit (LS-Wert), Ermittlung der Körperzusammensetzung mittels bioelektrischer Impedanzanalyse sowie die Erhebung von anthropometrischen Parametern. Laborparameter wurden mit klinisch-chemischen Standardtests bestimmt.

Ergebnisse

Insgesamt 104 Mitarbeiter (74 % Frauen, mittleres Alter 35 Jahre) wurden in die Studie aufgenommen. Bei 36 % der Mitarbeiter wurde eine Fettleber (CAP-Wert ≥243 dB/m) neu diagnostiziert. In einem Drittel dieser Fälle waren ALT- und γ‑GT-Aktivitäten normwertig, sodass eine Lebererkrankung durch die Serumparameter alleine nicht erfasst worden wäre. Der CAP-Wert ist mit steigendem BMI assoziiert (rp = 0,615; p < 0,001). Die stärksten Prädiktoren für eine Verfettung der Leber waren Körperfettmasse und Taillenumfang (Odds-Ratios 1,7 bzw. 3,8; p = 0,033 bzw. p < 0,001).

Diskussion

Diese Studie belegt, dass die transiente Elastographie im Vergleich zu Leberenzymen mehr Patienten mit einer Fettlebererkrankung identifiziert und dass die Fettlebererkrankung bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen unterdiagnostiziert ist.

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