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Chronische Schmerzsyndrome bei muskuloskelettalen Erkrankungen – wie verschieden sind Fibromyalgie und Long COVID? – Teil 1

Erschienen in:

Zusammenfassung

Chronische Schmerzen sind in der Rheumatologie ein häufiges Problem. Dabei werden nozizeptive Schmerzen von neuropathischen und noziplastischen Schmerzen unterschieden. Mechanistisch werden Erstere z. B. durch anhaltende Entzündungen erklärt. In der zweiten Kategorie liegen Nervenschäden unterschiedlicher Ursache vor. Noziplastische Schmerzen sind dagegen weder auf eine Gewebeschädigung noch auf eine Läsion im somatosensorischen Nervensystem zurückzuführen. Sie beruhen auf einer veränderten Schmerzwahrnehmung durch Modulation der Reizverarbeitung. Das Konzept der zentralen Sensibilisierung, zusammen mit weiteren neurobiologischen und psychosozialen Mechanismen, erklärt solche Schmerzzustände am besten. In der Rheumatologie spielt die Fibromyalgie (FM) eine große Rolle – zum einen differentialdiagnostisch, zum anderen aber, weil das Management von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen durch das gleichzeitige Vorliegen einer FM erschwert werden kann. Im Rahmen der Coronapandemie wurden nach einer stattgehabten COVID-19-Infektion anhaltende Schmerzsyndrome beschrieben, die Ähnlichkeiten mit der FM aufweisen. Es gibt eine zunehmende wissenschaftliche Kontroverse, ob das sogenannte Long-Covid-Syndrom eine eigene Entität oder „nur“ eine Variante der FM darstellt. Diese Diskussion und der aktuelle Kenntnisstand über die Problematik sind Thema dieser Übersichtsarbeit.
Titel
Chronische Schmerzsyndrome bei muskuloskelettalen Erkrankungen – wie verschieden sind Fibromyalgie und Long COVID? – Teil 1
Verfasst von
Prof. Dr. Jürgen Braun
Publikationsdatum
31.01.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 4/2025
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-024-01603-x
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