Umweltmedizinische Syndrome
- 26.04.2017
- Fibromyalgiesyndrom
- Leitthema
- Verfasst von
- Gerhard A. Wiesmüller
- Claudia Hornberg
Zusammenfassung
Zu den umweltmedizinischen Syndromen zählen das Sick Building Syndrom (SBS), die Multiple Chemikaliensensibilität (MCS)/Idiopathic Environmental Intolerances (IEI), die Elektrosensibilität, das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS), Burnout, die Fibromyalgie und das Candida-Syndrom, zwischen denen verschiedenste Übergänge in der Literatur beschrieben sind. Nach wie vor liegen fundierte Kenntnisse zu Ätiologie, Pathologie, Pathophysiologie, Diagnostik, Therapie, Prävention und Prognose nicht vor. Es wird angenommen, dass es sich bei diesen Syndromen um ein bisher unzureichend verstandenes komplexes Zusammenspiel von physikalischen, chemischen und/oder (mikro)biologischen Umweltbelastungen, individuellen Dispositionen, psychischen Einflussfaktoren sowie von Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprozessen handelt. Auch wird diskutiert, dass Varianten von Somatisierungsstörungen, durch kulturelle und soziale Strukturen bedingter oder begünstigter Dysstress oder iatrogene Determinierungen vorliegen. Differenzierte Untersuchungs- und Behandlungsmethoden müssen entwickelt oder bereits vorhandene wissenschaftlich validiert werden. Alle Unsicherheiten in der Beurteilung dieser Syndrome entbinden nicht von der ärztlichen Pflicht, die Betroffenen ernst zu nehmen und ihnen nach bestem Wissen und Gewissen zu helfen.
Anzeige
- Titel
- Umweltmedizinische Syndrome
- Verfasst von
-
Gerhard A. Wiesmüller
Claudia Hornberg
- Publikationsdatum
- 26.04.2017
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Schlagwörter
-
Fibromyalgiesyndrom
Somatisierungsstörung
Burn-out
Fibromyalgiesyndrom
Fatigue
Umweltmedizin - Erschienen in
-
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz / Ausgabe 6/2017
Print ISSN: 1436-9990
Elektronische ISSN: 1437-1588 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00103-017-2546-5
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.