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18.12.2016 | Fistelbildung | Originalien | Ausgabe 8/2017

Der Chirurg 8/2017

Die kolovesikale Fistel

Eine interdisziplinäre Herausforderung

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 8/2017
Autoren:
PD Dr. R. Albrecht, T. Weirich, O. Reichelt, U. Settmacher, C. Bochmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Behandlungsziel für Patienten mit kolovesikaler Fistel ist eine rasche Beseitigung der Infektion und auch der sozialen Belastung. Wir stellten die Frage: Ist dieses Ziel auch rein minimalinvasiv in operativer Kooperation von Chirurgen und Urologen sicher möglich? Dazu ist eine effektive Diagnostik vor der operativen Therapie erforderlich.

Methodik

Bei 32 Patienten, seit 2007 mit der klinischen Verdachtsdiagnose kolovesikale Fistel, führten wir eine umfangreiche präoperative Diagnostik durch. Die operative Versorgung erfolgte primär unter einer minimalinvasiven Intention. Wir überprüften die präoperative Diagnostik auf ihre Wertigkeit, die operativen Ergebnisse auf ihren Erfolg, Komplikationen und Langzeitergebnisse.

Ergebnisse

Die Anamnese und ein nachgewiesener Harnwegsinfekt konnten als das sicherste Indiz für eine kolovesikale Fistel ermittelt werden. Die Zystoskopie, die Computertomographie und die Koloskopie konnten nur teilweise die später histologisch gesicherte Fistel voraussagen. 28-mal trat die Fistel infolge einer Sigmadivertikulitis auf, 3‑mal waren eine gynäkologische oder eine entzündliche Darmerkrankung die Ursache. Einmal lag eine maligne Erkrankung zugrunde. 29-mal erfolgte die Sanierung laparoskopisch mit 3 Konversionen bei intraoperativen Komplikationen. Die anderen wurden konventionell behandelt. Die krankheitsbezogenen Komplikationen in der Nachbeobachtung lagen bei 10 %.

Diskussion

Die laparoskopische Sanierung einer kolovesikalen Fistel ist bei empfohlener präoperativer Ureterschienung sicher möglich. In der Diagnostik sind die Anamnese und der damit verbundene nachgewiesene Harnwegsinfekt als die sichersten Parameter anzusehen. Bei dieser Kombination gepaart mit einem anderen Diagnoseverfahren empfehlen wir immer die Operation. Die Rezidivquote beträgt 0 %.

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