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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Radiologe 9/2009

Flachdetektor-CT in der diagnostischen und interventionellen Neuroradiologie

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Dr. T. Struffert, A. Doerfler

Zusammenfassung

Flachbilddetektoren wurden ursprünglich entwickelt, um bei projektionsradiographischen Anwendungen die Absorptionseffizienz zu verbessern und den Dynamikbereich zu erhöhen. Zunehmend finden diese FD-Systeme nun auch in der Neuroangiographie Anwendung. Insbesondere als C-Bogen-gestützte Rotationsangiographie erlauben Flachdetektorsysteme eine schnelle Akquisition von Volumendaten mit der Möglichkeit der sekundären Rekonstruktion CT-ähnlicher Schnittbilder in hoher Ortsauflösung. Die Akquisition von Datensätzen mit guter Weichteilkontrastauflösung unmittelbar im Angiographieraum ist damit ebenfalls möglich. Als „angiographisches CT“ profitieren neben der diagnostischen Anwendung v. a. interventionelle Behandlungen wie Stentimplantationen oder Aneurysmaembolisationen von den Vorteilen der FD-Technologie. Prozedurale Komplikationen wie Einblutungen können, falls erforderlich, unmittelbar im Angiographieraum ohne Zeitverlust durch Umlagern oder Patiententransport dargestellt werden, wodurch das Komplikationsmanagement deutlich verbessert wird. Bei myelographischen Untersuchungen ermöglichen Flachdetektorsysteme auch die simultane Akquisition des „Postmyelographie-CTs“ und verbessern so den klinischen Workflow. Auch spinale Interventionen wie Vertebro- und Kyphoplastien profitieren von der FD-Technik. Die Untersuchung des Felsenbeins könnte eine Domäne der FD-CT werden. Dieser Beitrag beschreibt kurz die technischen Grundlagen der FD-CT und gibt dann einen Überblick über mögliche klinische Anwendungen in der diagnostischen und interventionellen Neuroradiologie.

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