Identifizierung von verschiedenen Körperflüssigkeiten anhand epigenetischer Methoden
Methylierungsanalysen als neues Potenzial in der forensischgenetischen Analytik bei Gewaltopfern
- 03.12.2024
- Forensische DNA-Analyse
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Straftaten, insbesondere gegen die sexuelle Selbstbestimmung, finden häufig innerhalb des bekannten oder familiären Umfelds statt, sodass beteiligte Personen berechtigte Spurenleger sind. Der Nachweis einer Person als Verursacher von DNA-Antragungen ist dann nicht immer aussagekräftig, die Identifizierung des zellulären Ursprungs der DNA kann jedoch ausschlaggebend zur Rekonstruktion möglicher Handlungen sein. Eine Voraussetzung für die notwendigen Analysen ist eine sachgerechte Probensicherung an den beteiligten Personen. Für die Identifizierung von Körperflüssigkeiten in der forensischen Fallarbeit existieren verschiedene molekularbiologische Methoden, die auf der Bestimmung der Zelltypen basieren. Die Kombination aus spezifischen Vortests mit einem Workflow für 6 DNA-Methylierungs-Assays ermöglicht eine Identifizierung und Differenzierung bis zu 7 verschiedener Körperflüssigkeiten (Blut, Nasen‑, Menstruationsblut, Speichel, Vaginal‑, Sperma- und Nasensekret). Damit kann die Beantwortung strafrechtlich relevanter Fragestellungen ermöglicht werden, gerade im Bereich von Sexualstraftaten.
Nach Lektüre dieses Beitrags
- sind Sie in der Lage, zuverlässig geeignete Spuren an beteiligten Personen zu sichern.
- kennen Sie verschiedene Methoden zur Identifizierung von Körperflüssigkeiten.
- wissen Sie, wie Sie bei komplexen Fragenstellungen zur Sekretanalyse aus der forensischen Genetik methodisch vorgehen können.
- interpretieren Sie Methylierungsanalysen zuverlässig.
- können Sie die Ergebnisse einer Sekretanalyse im Kontext der Fragestellung interpretieren und beurteilen.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt [§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013].