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14.06.2016 | Forensische Verkehrsmedizin | Übersichten | Ausgabe 4/2016

Rechtsmedizin 4/2016

Kompensationsstrategien älterer Kraftfahrer

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 4/2016
Autoren:
S. Germann, M. Schaul, P. Strohbeck-Kühner

Zusammenfassung

Hintergrund

Mit dem wachsenden Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung nehmen auch mehr Personen mit altersbedingten Leistungsminderungen am Straßenverkehr teil. Daher kommt der Frage nach individuell vorhandenen Kompensationsmöglichkeiten eine zentrale Bedeutung zu.

Ziel der Arbeit

Die vorliegende Arbeit, basierend auf dem Modell von Michon, beschäftigt sich mit der Suche nach Merkmalen, die dazu befähigen, den Fahrstil personeneigenen Fähigkeiten anzupassen und Kompensationsstrategien einzusetzen. Auch sollte die Frage beantwortet werden, warum in der inhomogenen Gruppe der älteren Kraftfahrer manche Personen dies tun und manche nicht.

Material und Methoden

Dazu absolvierten 42 Kraftfahrer verschiedene praktische Fahrübungen. Des Weiteren wurden standardisierte Testverfahren und halbstrukturierte Interviews eingesetzt, um eine möglichst breite Datenbasis zu erhalten.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie liefern Hinweise dafür, dass allein das Alter eines Kraftfahrers kein aussagefähiger Prädiktor für die Fahreignung darstellt.

Schlussfolgerung

Der zentrale Prädiktor für den Einsatz von Kompensationsstrategien ist die Fähigkeit zur Wahrnehmung subjektiver Belastungen und Einschränkungen.

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