Pathologische Frakturen der Extremitäten
- 04.12.2024
- Frakturen und Folgeschäden
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Diagnostik und Therapie pathologischer Frakturen der Extremitäten unterscheiden sich vom Vorgehen bei konventionellen Frakturen. Meist sind Metastasen von Mamma‑, Bronchial‑, Nierenzell- und Prostatakarzinom ursächlich. Typischerweise präsentieren sich die Patienten im Alter über 50 Jahre nach einem inadäquaten Traumaereignis. Sie geben oftmals Beschwerden oder Schwellungen in der betroffenen Region an, die bereits vor dem Fraktureintritt bestanden. Eine maligne Grunderkrankung ist z. T. bereits bekannt, gelegentlich manifestiert sich diese aber in Form der Fraktur. Zu 74 % ist das Femur betroffen, gefolgt von Humerus und Tibia. Bereits das konventionelle Röntgenbild kann wichtige Hinweise auf das Vorliegen einer pathologischen Fraktur geben. Ergänzt wird die Diagnostik je nach Therapieziel um weitere Modalitäten. Die operative Versorgung ist die Therapie der Wahl, da die Frakturen unter konservativen Maßnahmen nicht heilen. Hierzu wird ein prognosestratifiziertes Vorgehen empfohlen.
Nach der Lektüre dieses Beitrags
- kennen Sie die epidemiologischen Aspekte von pathologischen Frakturen.
- können Sie die korrekte Diagnostik einleiten.
- erkennen Sie radiologische Zeichen, die auf eine pathologische Fraktur hindeuten.
- kennen Sie den Behandlungsalgorithmus für pathologischen Frakturen.
- können Sie die Indikation zur chirurgischen Therapie abhängig von der Erkrankungssituation stellen.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt [§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013].