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01.04.2020 | Frakturen und Folgeschäden | CME | Ausgabe 2/2020

Operative Orthopädie und Traumatologie 2/2020

Reposition und Stabilisation von Tibiaplateaufrakturen

Tipps und Taktik auf Grundlage des 3-Pfeiler-Konzepts

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie > Ausgabe 2/2020
Autoren:
Dr. med. Emanuel Kuner, MD, PhD Frank J. P. Beeres, Dr. med. Flavio Cagienard, Prof. Dr. med. Reto Babst, PD Dr. med. Björn‑Christian Link
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

K. Dresing Göttingen
F. Unglaub, Bad Rappenau

Zeichnungen

H.J. Schütze, Köln

Zusammenfassung

Grundlagen

Die operative Versorgung komplexer Tibiaplateaufrakturen stellt weiterhin eine Herausforderung dar. Als komplexe Tibiafrakturen werden von den Autoren mono- und bikondyläre Flexions- und Extensionsfrakturen mit unterschiedlicher Varus- oder Valguskomponente im Rahmen von Hochgeschwindigkeitstraumen oder solche bei osteopener Knochensubstanz mit großem Substanzverlust betrachtet.

Operationsziel

Ziel der Operation ist eine anatomische Rekonstruktion der Gelenkfläche in achsengerechter Stellung. Die Osteosynthese sollte dabei so stabil sein, dass das Repositionsergebnis bis zur Knochenheilung bei funktioneller Nachbehandlung erhalten werden kann. Mit der Weiterentwicklung der Bildgebung vom Röntgen in 2 Ebenen hin zur 3‑D-CT (Computertomographie) haben sich die Klassifikationssysteme und parallel hierzu auch die Behandlungsstrategien verändert. Das 3‑Säulen-Konzept nach Luo et al. hat sich für die Planung von Zugang, Reposition und Stabilisation bewährt.

Indikation

Die Indikation zur Operation besteht grundsätzlich bei dislozierten Tibiaplateaufrakturen unter Berücksichtigung von patientenspezifischen Faktoren. Eine klare Vorgabe, welche Gelenkstufen und Frakturspalten noch toleriert werden können, ist nicht abschließend geklärt. In unserem klinischen Alltag werden in der Regel Gelenkstufen über 2 mm nicht toleriert und einer operativen Therapie zugeführt.

Operationstechnik

Vor der Operationstechnik steht die Operationsstrategie, die sich an den Weichteilen und der Bildgebung orientiert. Goldstandard der Bildgebung bei Tibiaplateaufrakturen ist die Computertomographie. Sie erlaubt eine 3‑dimensionale Visualisierung der Frakturmorphologie und damit die Planung einer frakturadaptierten Repositionstaktik und -technik. Individuell angepasst an den jeweiligen Frakturtyp und Weichteilmantel werden dann der Operationszeitpunkt, die Lagerung, die Zugänge, die Implantate und die Repositionshilfen gewählt.

Ergebnisse

Allgemeine Aussagen über die postoperativen Ergebnisse nach Tibiaplateaufrakturen zu treffen ist schwierig, da die Ergebnisse jeweils vom Frakturtyp, den patientenspezifischen Faktoren, der Behandlungsmethode und nicht zuletzt von einer erfolgreichen Gelenkrekonstruktion beeinflusst werden. Die funktionellen postoperativen Ergebnisse sind auch nach komplexen Tibiaplateaufrakturen häufig zufriedenstellend. Die Entwicklung einer posttraumatischen Arthrose wird in der Literatur mit 23–44 % angegeben. In einer Studie von Mehin et al. wurde eine endoprothetische Versorgung bei 4,5 % der Patienten nach operativer Versorgung von Tibiaplateaufrakturen durchgeführt.

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