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03.07.2019 | Frakturen und Folgeschäden | CME | Ausgabe 7/2019

Der Unfallchirurg 7/2019

Neurovaskuläre Komplikationen bei Frakturen der Extremitäten, Teil 1

Gefäßläsionen

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 7/2019
Autoren:
Dr. T. Neubauer, J. Brand, M. Mitterer, A. Hartmann
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

P. Biberthaler, München
T. Gösling, Braunschweig
T. Mittlmeier, Rostock

Zusammenfassung

Neurovaskuläre Verletzungen bei Frakturen bedrohen zumindest die Funktion der Extremität. Zügiges Ineinandergreifen von Diagnostik und Therapie bei Gefäßverletzungen hilft, schlechte Ergebnisse zu vermeiden. Wichtig ist das „Daran-Denken“ bei belasteten Verletzungen. Ein Doppler-Index <0,9 ist wegweisend. Massive Blutungen nach außen, manifeste und länger bestehende Ischämien sowie rasche Hämatomausdehnung erfordern die unverzügliche chirurgische Intervention. Endovaskuläre Techniken bieten sich an den Extremitäten stabiler Patienten und an umschriebenen Gefäßläsionen an. Ob primär ossär oder vaskulär versorgt wird, ist individuell zu entscheiden; im Zweifel ist Letzterem der Vorzug zu geben. Gefäßrekonstruktionen müssen spannungsfrei angelegt und von vitalem Gewebe bedeckt sein; die Indikation zur Fasziotomie wird großzügig gestellt. Die Prognose hinsichtlich Extremitätenerhalt und funktionellem Outcome hängt mit von der Qualität der Begleitverletzungsversorgung ab.

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