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01.08.2013 | Leitthema | Ausgabe 8/2013

Der Unfallchirurg 8/2013

Frakturendoprothetik der distalen Humerusfraktur

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 8/2013
Autoren:
Prof. Dr. L.P. Müller, K. Wegmann, K.J. Burkhart

Zusammenfassung

Der Goldstandard der Versorgung der distalen Humerusfrakturen ist die winkelstabile Plattenosteosynthese. Aufgrund neuer, Low-profile-Implantate mit der Möglichkeit der winkelstabilen Verankerung konnten die Primärstabilität und das Weichteilmanagement verbessert werden. Gerade bei den osteoporotischen Trümmerfrakturen gerät die Osteosynthese jedoch an ihre Grenzen und die endoprothetische Versorgung wurde zunehmend als Therapiealternative etabliert. Obwohl die Komplikationsrate über die Jahre deutlich gesenkt werden konnte, liegt sie noch immer deutlich über der Komplikationsrate der Hüftprothetik. Außerdem wird dem Patienten ein Belastungslimit von 5 kg auferlegt. Die Indikation zur Frakturprothese wird daher streng gestellt und sollte bei der nicht stabil rekonstruierbaren Trümmerfraktur des älteren Patienten mit schlechter Knochenqualität Anwendung finden oder bei einfachen Frakturen bei vorbestehender deutlich symptomatischer Arthrose oder Arthritis. In dem vorliegenden Artikel werden moderne Konzepte der Ellenbogenendoprothetik wie modulare konvertible Prothesensysteme, die Hemiprothese des distalen Humerus und der Radiuskopfersatz im Rahmen der TEP vorgestellt und diskutiert.

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