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26. Frakturheilung

  • 2021
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Die Frakturheilung läuft in 4 kaskadenartig sich überlappenden Phasen ab und entspricht dem Prozess der embryonalen Ossifikation.
  • Frakturen mit einem begleitenden ausgeprägten Knochenmasseverlust bei osteoporotischen Patienten können ebenso ausheilen, vorausgesetzt die Frakturfixation ist ausreichend stabil.
  • Bisphosphonate verzögern per se den Remodellingprozess des Kallus, zeigen in den meisten klinischen Studien jedoch keine relevante Verzögerung der radiologischen Frakturheilung oder Pseudarthrosenrate und keinen negativen Einfluss auf das klinische Outcome.
  • Die positiven Einflüsse der osteoanabolen Substanzen (Teriparatid, Romosozumab) auf die Frakturheilung in experimentellen Studien konnten in den neuesten klinischen Studien noch nicht durchgehend bestätigt werden und zeigen in der Gesamtheit der Studien geringe, jedoch keine signifikanten Vorteile in der radiologischen Frakturheilung und in den klinischen Ergebnissen.
  • Einige Medikamente (z. B. Glukokortikoide) verzögern die Frakturheilung und müssen in dieser Zeit auf ihre Notwendigkeit abgefragt werden.
  • Das Immunsystem spielt für den geordneten Ablauf der Frakturheilung eine wichtige unterstützende Rolle. Diabetes mellitus und Rauchen sind dagegen erhebliche Störfaktoren der Frakturheilung.
Titel
Frakturheilung
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_26
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