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25.10.2019 | Onlineartikel

Frauen und MS – welche Besonderheiten sind zu beachten?

An einer Multiplen Sklerose (MS) erkranken deutlich mehr Frauen als Männer. Damit sind bei der Betreuung einige Besonderheiten zu beachten. So ist die Mehrzahl der Frauen im gebärfähigen Alter und nicht selten entscheiden sie sich aufgrund der Erkrankung gegen eine Schwangerschaft. Warum dies in aller Regel keineswegs erforderlich ist und im Gegenteil Frauen eher sogar ermuntert werden sollten, schwanger zu werden, erläutert Dr. Birte Elias-Hamp aus Hamburg.

Die Diagnose „Multiple Sklerose“ hat für die Betroffenen meist weitreichende Konsequenzen und das betrifft nicht zuletzt auch die Familienplanung. Der Anteil der Frauen und Männer, die sich wegen der Erkrankung gegen eine Schwangerschaft entscheiden, wird offenbar jedoch geringer.

MS – kein Grund, nicht schwanger zu werden 

Das zeigt eine Erhebung aus dem Jahr 2012 [1], in der von knapp 6.000 Befragten 79 Prozent angaben, nach der Diagnosestellung keine Kinder bekommen zu haben. In 34 Prozent der Fälle wurde die MS als Grund hierfür angegeben. Eine aktuelle Befragung im Jahr 2018 zeigt ein etwas günstigeres Bild. In dieser Untersuchung lehnten lediglich 8,5 Prozent der Befragten eine Elternschaft aufgrund der MS ab. In 15 Prozent der Fälle gaben die Patienten als Grund für diese Entscheidung eine Verunsicherung durch ihren Neurologen an [2]. „Das zeigt, dass wir uns verstärkt bemühen sollten, Frauen und Männer mit MS gezielt nach ihrer Familienplanung zu fragen, sie gut über die Fakten aufzuklären, ihnen Ängste im Hinblick auf eine Schwangerschaft zu nehmen und sie sogar zu motivieren, ihre Familienplanung wie ursprünglich geplant zu realisieren“, betont Elias-Hamp.

Denn während einer Schwangerschaft ist das Schubrisiko im Allgemeinen vermindert [3]. Es steigt dann allerdings in den ersten drei Monaten post partum wieder deutlich an. Das sollten die Frauen wissen und es sollte nach der Geburt des Kindes wieder eine effektive MS-Therapie gestartet werden. Während der Schwangerschaft ist hingegen die Mehrzahl der verfügbaren Therapeutika nicht empfohlen oder kontraindiziert und wird daher abgesetzt. Deshalb sollten Frauen mit Kinderwunsch die Konzeption möglichst in einer ruhigen Krankheitsphase planen.

Mehr zum Thema MS bei Frauen, hormonellen Schwankungen und Schwangerschaft lesen: www.fokus-ms.de

Impressum

GZDE.MS.19.08.0582

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
www.sanofi.de

Herausgeber:
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Industriepark Hoechst, K703
Brüningstr. 50
65926 Frankfurt am Main

Sitz der Gesellschaft: Frankfurt am Main 
Handelsregister: Frankfurt am Main, Abt. B Nr. 40661 
Umsatzsteuer-ID: DE 812134551
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Philippe Luscan 
Geschäftsführer: Dr. Fabrizio Guidi (Vorsitzender), Dr. Matthias Braun, Oliver Coenenberg, Evelyne Freitag, Dr. Malte Greune, Prof. Dr. Jochen Maas, Martina Ochel

  

Literatur

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Auf Fokus-MS.de werden hochwertige, aktuelle Informationen aus Praxis und Wissenschaft zum Thema Multiple Sklerose zusammengestellt. Außerdem berichtet Fokus-MS regelmäßig von den Fachkongressen wie DGN, ECTRIMS und AAN.