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Verschluckte Rasierklingen und andere gefährliche Sachen – wer hat den Druck?

Auszug

Die chronisch-habituelle Fremdkörperingestion bei Erwachsenen ist selten, führt aber regelhaft zu zahlreichen wiederholten Vorstellungen derselben Patient:innen in Notaufnahmen und belastet die Behandlungsteams erheblich. Dieses Phänomen haben Weber et al. [1] mithilfe einer nationalen Befragung adressiert. Unter Verwendung der einzigen aktuell verfügbaren Datenbank zu Notaufnahmen in Deutschland wurden 1081 E‑Mail-Einladungen versendet und davon 831 (77 %) zugestellt; 167 Einrichtungen nahmen an der Befragung teil (Rücklaufquote 20 %). Die nationale Verteilung zeigt eine gute Abdeckung des gesamten Landes. Knapp 95 % der Befragten hatten Erfahrungen mit diesem Krankheitsbild und 45 % berichteten über ≥ 15 Vorstellungen pro Jahr. In der qualitativen Auswertung von Freitextkommentaren wurden im Hinblick auf Verbesserungspotenzial der Versorgung die folgenden vier Punkte herausgearbeitet: „psychiatrische Anbindung und Betreuung“, „Strukturierung und Standardisierung der Notfallversorgung“, „Kooperation zwischen verschiedenen medizinischen Disziplinen“ sowie „Prophylaxe und Nachsorge“. …
Titel
Verschluckte Rasierklingen und andere gefährliche Sachen – wer hat den Druck?
Verfasst von
Prof. Dr. med. Martin Möckel
Prof. Dr. phil. Susanne Michl
Publikationsdatum
29.10.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-025-01347-9
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