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17.08.2017 | Originalien | Ausgabe 4/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 4/2018

Führungskräfte im Rettungsdienst sind anders als „normale“ Einsatzkräfte

Die Bedeutung von Unterschieden in der Emotionsregulation für eine effiziente Einsatznachsorge

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dr. T. Beck, D. Riedl, S. Exenberger, N. Stecher, B. Juen

Zusammenfassung

Hintergrund

Einsatzkräfte können während ihrer Einsätze erheblichen Belastungen ausgesetzt sein. Bisher wurde aber den unterschiedlichen Funktionen bei Einsatz- und Führungskräften keine Bedeutung beigemessen. Sollten sich diese beiden Gruppen in ihrer Emotionsregulation unterscheiden, so hätte das Auswirkungen auf nötige Stressverarbeitungsmaßnahmen.

Methodik

Mittels Fragebögen (Emotion Regulation Questionnaire, Meta-Emotion Scale, Acceptance and Action Questionnaire, Experiences Questionnaire) wurden 122 Sanitäter und 127 Führungskräfte während Fortbildungen zu ihren Emotionsregulationsprozessen befragt.

Ergebnisse

In allen Instrumenten konnten signifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen nachgewiesen werden. Einerseits unterdrücken Führungskräfte aufkommende Emotionen wesentlich stärker, andererseits weisen sie aber auch eine höhere Reflexionsfähigkeit auf. Auch empfinden Führungskräfte deutlich mehr negative Affekte.

Diskussion

Die Emotionsregulationsprozesse der beiden Gruppen unterscheiden sich deutlich. Diese Unterschiede machen deutlich, dass es auch Unterschiede in einer bedürfnisorientierten Einsatznachsorge für beide Gruppen geben sollte.

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