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08.01.2021 | Funktionelle arterielle Durchblutungsstörungen | CME | Ausgabe 1/2021

Gefässchirurgie 1/2021

Claudicatio des jungen Menschen

Vaskuläre Kompressionssyndrome der unteren Extremität

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 1/2021
Autoren:
A. S. Peters, D. Böckler, M. S. Bischoff
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

M. Bischoff, Heidelberg
J. Hoffmann, Essen
A. Oberhuber, Münster

Zusammenfassung

Die Claudicatio beim jungen Menschen ist eine seltene Entität. In Abwesenheit bekannter Risikofaktoren der Atherosklerose ist die klassische periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) als Ursache eher unwahrscheinlich. An Differenzialdiagnosen kommen vaskulitische Erkrankungen wie M. Winiwarter-Bürger und M. Behçet in Frage. Als vaskuläre Ursache ist die venöse Claudicatio als Teil des postthrombotischen Syndroms zu beachten. An arteriellen Ursachen sind die zystische Adventitiadegeneration und die fibromuskuläre Dysplasie zu nennen. Bei anamnestisch intensiver sportlicher Belastung ist an vaskuläre Kompressionssyndrome der unteren Extremität zu denken (popliteales Entrapment-Syndrom, Adduktorenkanalsyndrom, iliakale Endofibrose). Die Untersuchungen sind an die pAVK-Diagnostik angelehnt. Allerdings sollten diese auch nach Belastung bzw. in entsprechender Funktionsstellung durchgeführt werden. Der therapeutische Ansatz ist primär konservativ. Bei operativer Notwendigkeit sind die offen-operativen Verfahren führend.

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