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12.06.2020 | Gastritis | Kasuistiken | Ausgabe 7/2020

Der Internist 7/2020

Hämoglobinabfall nach einer Thrombolysetherapie bei einer 57-jährigen Patientin mit Schlaganfall und „erosiver Gastritis“

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 7/2020
Autoren:
Dr. Y. Vogel, A. Schulte-Fischedick, H. Bauer, C. Zobel, T. Zienkiewicz, T. Pinsdorf
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Haller, Hannover (Schriftleitung)
B. Salzberger, Regensburg
C.C. Sieber, Nürnberg

Zusammenfassung

Eine 57-jährige Patientin wurde aufgrund eines stetigen Hämoglobinabfalls bis auf 7,4 g/dl einer Gastroskopie unterzogen, nachdem eine Woche zuvor bei einem ischämischen Hirninsult eine systemische Thrombolysetherapie durchgeführt worden war. Es zeigten sich multiple kleine Erosionen im Korpusbereich. Die histopathologischen und immunhistochemischen Befunde aus der Magenschleimhautbiopsie mit Expression von „thyroid transcriptional factor-1“ (TTF‑1) und Zytokeratin 7 (CK7) sowie Negativität für „caudal type homeobox-2“ (CDX‑2) ergaben eine Metastase eines gering differenzierten Adenokarzinoms der Lunge. In der Computertomographie des Thorax zeigten sich eine 3,2 cm große, mediastinale Raumforderung mit hochgradigem Verdacht auf Malignität und pathologisch vergrößerte zervikale und supraklavikuläre Lymphknoten beidseits. Es erfolgte eine subklavikuläre Lymphknotenexstirpation. Der immunhistologische Befund mit positiver CK7- und TTF-1-Expression sprach ebenfalls für metastatische Infiltrate eines gering differenzierten Adenokarzinoms pulmonalen Ursprungs. Die symptomatische gastrale Metastase eines primären Lungenkarzinoms ist eine sehr seltene klinische Entität. Der Befund der transösophagealen Echokardiographie mit Perikarderguss und 1,6 cm großer Auflagerung an der Mitralklappe deutete nach Ausschluss einer infektiösen Endokarditis auf eine maligne Ursache. In Zusammenschau der multiplen Organinfarkte (Milz, Nieren und Hirn) und der gastralen hämatogenen Metastasen gehen wir von einer endokardialen Metastase aus, die als seltene Ursache zu einer disseminierten arteriellen Tumorembolie führte. Die Patientin wurde palliativ betreut und verstarb.

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