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14.12.2017 | Gastroenterologische Radiologie | Leitthema | Ausgabe 1/2018

Der Radiologe 1/2018

Abdominelle lymphatische Malformationen

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 1/2018
Autoren:
Prof. Dr. Dr. W. A. Wohlgemuth, L. M. Dendl, R. Brill, F. Stangl, D. Stoevesandt, A. G. Schreyer

Zusammenfassung

Hintergrund

Abdominelle lymphatische Malformationen (LM) stellen relativ seltene Befunde in der Differenzialdiagnose fokaler abdomineller Läsionen dar. Dennoch sind sie gerade bei Patienten in einer jungen Altersgruppe diagnostisch eine Herausforderung. Das Ziel dieses Übersichtsartikels ist es, aktuellste Informationen über die unterschiedlichen Arten der Manifestation von LM zu geben. Darüber hinaus werden die in diesem Zusammenhang auftretenden Syndrome sowie typischen Merkmale der Bildgebung behandelt.

Resultate

Klinisch treten abdominelle LM meist asymptomatisch auf. In der Bildgebung werden häufig Zufallsbefunde von dünnwandig begrenzten zystischen Raumforderungen im gesamten Abdomen auffällig. Die Flüssigkeit in den zystischen Raumforderungen kann proteinreich sein, Blut enthalten oder Zeichen der Infektion aufweisen. Die radiologische Präsentation überschneidet sich dabei häufig mit anderen zystischen Erkrankungen. Das typische Zeichen der LM ist das Fehlen von soliden Anteilen und die ausschließliche Kontrastmittelaufnahme der zystischen Wände und Septen.

Schlussfolgerung

Differenzialdiagnostisch müssen Radiologen bei zystischen abdominellen Raumforderungen v. a. bei Kindern und jungen Erwachsenen eine LM in Betracht ziehen. Die kürzlich neu definierten Entitäten dieses Krankheitsspektrums sind die sog. „central conducting lymphatic anomaly“ (CCLA) und die generalisierte lymphatische Anomalie (GLA).

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