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01.12.2017 | Gastroösophageale Refluxkrankheit | Leitthema | Ausgabe 2/2018

Der Pneumologe 2/2018

Gastroösophagealer Reflux als Auslöser von Husten und Asthma

Zeitschrift:
Der Pneumologe > Ausgabe 2/2018
Autor:
M.Sc. Prof. Dr. A. Gillissen
Wichtige Hinweise

Redaktion

P. Kardos, Frankfurt
W. Randerath, Solingen

Zusammenfassung

Der gastroösophageale Reflux (GERD) und das Asthma sind Erkrankungen, die häufig zusammen vorkommen. Die Asthmaprävalenz liegt in der erwachsenen Bevölkerung zwischen 5 und 10 %, die der GERD bei ca. 30 %. Basierend auf 24-Stunden-pH-Metriemessungen leiden bis zu 80 % aller Asthmapatienten an einem GERD. Allerdings zeigen nur wenige Patienten die charakteristischen Refluxzeichen, wie Sodbrennen, saures Aufstoßen, (saure) Regurgitation oder extraösophageale Symptome, wie chronischen, refluxbedingten Husten, klinische Zeichen einer Laryngitis oder einen Thoraxschmerz. Die GERD-Diagnose basiert hauptsächlich auf den klinischen Symptomen wie Sodbrennen und Aufstoßen. Da Husten in den frühen Morgenstunden für beide Erkrankungen typisch ist, lassen sie sich klinisch mitunter schwer unterscheiden. Die Gastroösophagoskopie, die 24-Stunden-pH-Metrie und die Ösophagusmanometrie haben eine schlechte Sensitivität und Spezifität. Daher empfehlen manche Autoren als kosteneffektive und leicht verfügbare Alternative bei den typischen Symptomen – sowohl mit diagnostischer und gleichzeitig auch therapeutischer Intention – eine Therapie mit Protonenpumpeninhibitoren (PPI) über einen Zeitraum von bis zu 8 Wochen. Asthma wird leitliniengerecht mit einem inhalativen Kortikosteroid und bronchodilatativ therapiert. Obwohl die PPI-Behandlung für GERD die effektivste Pharmakotherapie darstellt, hat sie bei einem begleitenden Asthma weder einen Effekt auf die Lungenfunktion noch auf prognostische Ergebnisparameter. Daher ist eine GERD-Therapie bei Asthmapatienten ohne Refluxsymptome weder mit prophylaktischer noch therapeutischer Zielsetzung sinnvoll.

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