Zum Inhalt

Gastroösophageale Refluxkrankheit

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist eine häufige Erkrankung, deren Diagnose im Einzelfall in Ermangelung eines diagnostischen Goldstandards schwierig sein kann. In der klinischen Praxis kann man häufig zunächst auf eine Diagnostik verzichten und probatorisch behandeln. Bei Patienten, bei denen die konservative Therapie der Refluxbeschwerden nicht greift oder bei denen eine endoskopische bzw. operative Intervention geplant ist, bedarf es neben einer Endoskopie mit Histologie der Ösophagusschleimhaut einer weiterführenden Funktionsdiagnostik. Diese umfasst eine Impedanz-pH-Metrie über 24 h (Goldstandard der Refluxmessung) und zumeist auch eine hochauflösende Manometrie. Eine Alternative für die Impedanz-pH-Metrie ist die kontinuierliche pH-Messung über einen Sensor, der endoskopisch in der Speiseröhre fixiert wird und über 96 h den Säurereflux messen kann. Eine besondere diagnostische Herausforderung ist die Abklärung von gegen Protonenpumpeninhibitoren (PPI-)refraktären Refluxbeschwerden. Hier bedarf es eines stratifizierten Vorgehens mit Ausschluss anderer Erkrankungen, Optimierung der säurehemmenden Therapie sowie endoskopischer, histologischer und Funktionsdiagnostik. Die Ergebnisse erlauben dann eine rationale Therapiestrategie. Für die Diagnostik extraösophagealer Beschwerden (z. B. Globusgefühl, Husten) gibt es keinen diagnostischen Goldstandard. Eine alleinige pharyngeale pH-Metrie ist unzureichend und führt häufig zu diagnostischen und damit auch therapeutischen Fehlschlüssen.
Titel
Gastroösophageale Refluxkrankheit
Verfasst von
Prof. Dr. med. J. Labenz
Prof. Dr. med. A. Madisch
Publikationsdatum
01.02.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Gastroenterologie / Ausgabe 2/2024
Print ISSN: 2731-7420
Elektronische ISSN: 2731-7439
DOI
https://doi.org/10.1007/s11377-023-00752-w
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.
Webinar

Magen-Darm-Erkrankungen in der Hausarztpraxis

Häufige gastrointestinale Krankheiten in der niedergelassenen Praxis sind Thema in diesem aufgezeichneten MMW-Webinar. Welche Differenzialdiagnosen bei Oberbauchbeschwerden sollten Sie kennen? Wie gelingt eine erfolgreiche probiotische Behandlung bei Reizdarm? Welche neuen Entwicklungen und praktischen Aspekte gibt es bei Diagnostik und Behandlung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen?

Passend zum Thema

ANZEIGE

Digitale Gesundheitsanwendungen: Vorteile für Betroffene und Praxis

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bieten zahlreiche Vorteile für Patientinnen und Patienten sowie für die behandelnden Ärzt*innen. Sie unterstützen bei der Aufklärung, Therapie und im Krankheitsmanagement, was zu einer verbesserten Patient*innenversorgung und effizienteren Abläufen in der Praxis führt.

ANZEIGE

Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) erkennen und abgrenzen

Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) ist eine komplexe Multisystemerkrankung, die durch eine Überaktivität von Mastzellen gekennzeichnet ist. Es ist wichtig, MCAS von anderen Mastzellaktivierungsstörungen wie der Mastozytose abzugrenzen. Erfahren Sie hier mehr über die Symptome und die diagnostischen Herausforderungen.

ANZEIGE

Erstattungsfähigkeit von Iberogast®: alle Infos auf einen Blick

Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für rezeptfreie Arzneimittel wie Iberogast® Classic und Iberogast® Advance, sofern sie auf einem Grünen Rezept verordnet werden. In diesem Beitrag finden Sie eine praktische Übersicht und weiterführende Informationen dazu.

ANZEIGE

Ob jung, ob alt, Reizdarm und -magen gezielt therapieren

Erfahren Sie mehr über die gezielte Behandlung von Reizdarm und Reizmagen. Mit Expertenwissen von Prof. Dr. Madisch, Prof. Dr. Gerner und Prof. Dr. Labenz zu biopsychosozialen Konzepten und spezifischen Therapieansätzen auch für Kinder, Jugendliche und geriatrische Patienten.

Bayer Vital GmbH

Passend zum Thema

ANZEIGE

S2k-Leitlinie bestätigt Thymian-Efeu-Kombination bei akutem Husten

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat am 28. Februar 2025 die aktualisierte „S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten“ veröffentlicht. Das Update der Leitlinie aus 2019 bestätigt die „Sollte“-Empfehlung für Phytopharmaka mit Evidenzbasis bei akutem Husten, zu denen unter anderem die Thymian-Efeu-Kombination zählt. Dies unterstreicht die wissenschaftliche Evidenz der Pflanzenkombination.

ANZEIGE

Resistenzen: Deutschlands Antwort auf die stille Pandemie

Laut WHO werden 2050 weltweit ca. 10 Mio. Todesfälle durch Infektionen mit multiresistenten Keimen erwartet. Höchste Zeit für ein entschlossenes Handeln. Deutschland begegnet den aktuellen Herausforderungen mit einer umfassenden Strategie und einem engagierten Aktionsplan. Hier geht’s zur aktuellen Übersicht.

ANZEIGE

Gemeinsam gegen Antibiotika Resistenzen

  • Content Hub

Die WHO schlägt Alarm und fordert ein Umdenken im Antibiotikaeinsatz. Wir machen mit. Sie auch? Dann finden Sie auf dieser online Themenseite therapierelevante Informationen für einen rationalen Antibiotikaeinsatz und welchen Stellenwert Experten einer evidenzbasierten Phytotherapie einräumen. Praxisnah. Kompakt. Aktuell. Jetzt informieren.

Bionorica SE
Bildnachweise
Refluxösophagitis /© Springer Medizin Verlag GmbH, Ärztin tastet Bauch eines Patienten ab/© (M) qunica.com / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Ärztin zeigt Patientin etwas auf einem Smartphone/© Hero Images Inc. | Getty Images, Stethoskop auf einem Laptop liegend/© Song_about_summer | Adobe Stock, Mann sitzt am Laptop und nutzt einen Taschenrechner/© ldprod | Adobe Stock, Neuer Inhalt/© Bayer Vital GmbH (Iberogast®), Leitlinie Husten/© iiierlok_xolms | Adobe Stock, Ärztin macht "Psst" Geste/© Charday Penn, Bionorica CH Visual/© Bionorica SE