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Wie beunruhigend ist das steigende Alter von Vätern bei der Geburt eines Kindes?

Eine historische Einordnung

  • Open Access
  • 09.09.2025
  • Geburt
  • In der Diskussion
Erschienen in:

Zusammenfassung

In den letzten Jahrzehnten ist das durchschnittliche Alter der Väter bei der Geburt eines Kindes stark angestiegen. Viele Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen zeigen sich alarmiert, da die Nachkommen älterer Väter bei vielen Krankheiten ein höheres Erkrankungsrisiko aufweisen. Allerdings fehlt den bisherigen Studien eine historische Perspektive. Eine neue Analyse zeigt, dass das durchschnittliche Alter der Väter bei der Geburt eines Kindes in vielen Ländern in der Vergangenheit ähnlich hoch war wie heute.

Redaktion

Heribert Kentenich, Berlin
Wolfgang Küpker, Baden-Baden
Sibil Tschudin, Basel
Ludwig Wildt, Innsbruck

Hinweis

Gekürzte Version der englischen Originalpublikation aus Human Reproduction (2024) 39:1161–1166. https://doi.org/10.1093/humrep/deae067; Nachdruck mit freundl. Genehmigung von nIUSSP online news magazine. https://www.niussp.org/family-and-households/todays-high-paternal-ages-at-childbirth-are-not-exceptionally-high/
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Über die letzten 150 Jahre nahm das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt eines Kindes in den westeuropäischen Ländern einen U‑förmigen Verlauf (siehe Human Fertility Collection [1, 2]). Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war das durchschnittliche Geburtsalter in vielen Regionen noch stark von Traditionen geprägt, welche auf einen Aufschub der Eheschließung in höhere Alter zielten. Hierdurch sollte der Zeitraum verkürzt werden, in dem Paare Kinder zeugen können, und damit dem zum Teil starken Bevölkerungswachstum entgegengewirkt werden [3, 4]. Gleichzeitig bekamen viele Paare bis in höhere Geburtsalter hinein Kinder, da kinderreiche Familien noch stark verbreitet waren. Auch dies trug zu einem hohen Durchschnittsalter bei der Geburt eines Kindes bei. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte sich aber zunehmend die Zwei-Kind-Norm als Standard durch [5], was zu einer Absenkung des Durchschnittsalters bei der Geburt eines Kindes beitrug. Parallel dazu verloren Normen an Bedeutung, welche auf eine Verschiebung des Heiratsalters in höhere Alter zielten [6]. Hierbei wirkten sich auch Fortschritte in der Landwirtschaft und bei der Industrialisierung aus, wodurch die Nahrungsmittelversorgung als limitierender Faktor für Bevölkerungswachstum an Bedeutung verlor [7]. Weiterhin trug zu einer Senkung des durchschnittlichen Alters bei der Geburt eines Kindes bei, dass zur Mitte des 20. Jahrhunderts im Kontext einer stark von der Industrie geprägten Wirtschaft das männliche Ernährermodell eine hohe Dominanz erreichte [8]. In diesem Kontext konnten Männer schon im jungen Erwachsenenalter Löhne erzielen, die eine Familie versorgen konnten, während viele Frauen sich auf die Hausarbeit fokussierten. Die beschriebenen Prozesse hatten einen wesentlichen Einfluss darauf, dass das durchschnittliche Alter bei der Geburt eines Kindes in westeuropäischen Ländern im sogenannten „Goldenen Zeitalter der Ehe“ der 1950er- und 1960er-Jahre sehr niedrige Werte erreichte.
Ab etwa 1970 stieg das durchschnittliche Alter bei der Geburt eines Kindes aber wieder deutlich an, wozu ebenfalls verschiedene Faktoren beitrugen. Der Dienstleistungssektor gewann gegenüber dem Industriesektor an Bedeutung. Hierdurch ergaben sich für Frauen und insbesondere für gut ausgebildete Frauen neue attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten. Parallel zu diesen ökonomischen Trends änderte sich auch die Rolle von Frauen in der Gesellschaft, was ebenfalls zu einer höheren Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen beitrug [9]. Dadurch wurde das männliche Ernährermodell zunehmend durch ein Zwei-Verdiener-Modell verdrängt [10, 11]. Um ihre Karrierechancen zu erhöhen, investierten nun auch Frauen verstärkt in eine längere Ausbildung bzw. ein Studium. Dies trug und trägt weiterhin zu einer Verschiebung der Geburten in höhere Alter bei, da viele Paare erst nach Abschluss der Ausbildung bzw. des Studiums mit der Familiengründung beginnen [12]. Darüber hinaus ist gerade in den letzten Jahrzehnten der Anteil von jungen Personen gestiegen, welche mit ökonomischer Unsicherheit konfrontiert sind. Diese Unsicherheit trägt auch dazu bei, dass viele Personen die Familiengründung aufschieben [13].

Das derzeitige Niveau und seine historische Entwicklung

Im Vergleich zu Müttern ist es bei Vätern viel schwieriger, Trendmuster zu untersuchen, da nur wenige nationale Statistikämter langfristige Zeitreihen zum durchschnittlichen Alter der Väter bei der Geburt eines Kindes veröffentlichen. Dies dürfte wesentlich dazu beigetragen haben, dass umfassende vergleichende Studien bisher selten waren. Indem wir die verfügbaren Daten mit modernsten demografischen methodischen Standards identifiziert, harmonisiert und in die LPAC-Datenbank integriert haben, konnten wir wesentlich zu einer Reduzierung dieser Lücke beitragen („long-term trends in paternal ages at conception“; https://lpac-database.shinyapps.io/Data/; detaillierte Informationen zu den demografischen Methoden sind auf der genannten Website oder in unserer Publikation Willführ und Klüsener [14] zu finden). Nach unserem Kenntnisstand ist dies die bei Weitem größte internationale Datenbank, die bis dato erstellt wurde, um Trends im durchschnittlichen Alter von Vätern bei der Geburt eines Kindes sowie beim Anteil von Geburten im fortgeschrittenen Alter (> 45 Jahre) zu dokumentieren und zu vergleichen. Die LPAC-Datenbank enthält derzeit Daten aus 4172 Länderbeobachtungen für 140 Länder. Für einige Länder deckt die Datenbank mehr als ein Jahrhundert ab. Diese frei zugängliche Datenbank wurde mit einer R‑Shiny-App [15] ergänzt, welche die Datenreihen visualisiert sowie Datentabellen und zusätzliche Informationen enthält.
Unsere Forschung zu langfristigen Entwicklungstendenzen des durchschnittlichen Alters der Väter bei der Geburt eines Kindes zeigt, dass die derzeit verzeichneten Werte nicht beispiellos sind [14]. In allen untersuchten Ländern, für die lange Zeitreihen verfügbar sind, weisen sowohl das durchschnittliche Alter von Vätern bei der Geburt eines Kindes als auch der Anteil von Geburten im fortgeschrittenen Alter (> 45 Jahre) praktisch das gleiche U‑förmige Muster auf, wobei die aktuellen Niveaus mit denen von vor etwa 100 Jahren vergleichbar sind (eine Auswahl von Ländern mit langen Zeitreihen ist in Abb. 1 dargestellt). Unser globaler Vergleich verdeutlicht zusätzlich, dass diese U‑förmigen Verläufe des durchschnittlichen Alters der Väter bei der Geburt eines Kindes in vielen Teilen der Welt beobachtet werden. Dies dokumentieren neben den dargestellten Zeitreihen auch u. a. Daten für Chile und Australien. Auch der Anteil von Geburten im fortgeschrittenen Alter (> 45 Jahre) unterscheidet sich in historischen Bevölkerungen nicht wesentlich von dem in aktuellen. Des Weiteren ist es erwähnenswert, dass Väter in vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara bei der Geburt eines Kindes durchschnittlich um viele Jahre älter sind als in westlichen Ländern mit hohen Einkommen [16]. Im subsaharischen Afrika liegen die Durchschnittsalter zum Teil deutlich über 40 Jahre.
Abb. 1
Durchschnittliches Alter der Väter bei der Geburt eines Kindes für ausgesuchte Länder im Zeitraum 1900 bis 2020 [17]
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Kein Grund zur Sorge? Welche Auswirkungen ergeben sich auf der individuellen Ebene …

Die Tatsache, dass die heutigen Niveaus mit denen des frühen 20. Jahrhunderts vergleichbar sind, ist nicht automatisch ein Grund, weniger besorgt zu sein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen wie etwa der Epidemiologie, der Medizin und der Psychologie sind besorgt über die möglichen Folgen des in den letzten Jahrzehnten verzeichneten starken Anstiegs der Durchschnittsalter von Vätern bei der Geburt eines Kindes [1825]. Diese Befürchtungen werden durch demografische Daten noch verstärkt, die zeigen, dass das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt eines Kindes in den letzten Jahrzehnten ebenfalls erheblich gestiegen ist (siehe Human Fertility Database [26]).
Auf individueller Ebene ist der Zusammenhang zwischen dem Alter des Vaters und der Gesundheit des Nachwuchses gut dokumentiert [18, 2730]. Bis zu einem gewissen Grad wird er durch genetische Mechanismen beeinflusst: So nimmt beispielsweise die Zahl der De-novo-Mutationen in Spermien mit dem Alter des Vaters zu [31]. Es ist jedoch nicht klar, inwieweit sich Veränderungen im durchschnittlichen Alter der Väter bei der Geburt eines Kindes auf die Gesundheit und die kognitiven Fähigkeiten auf Bevölkerungsebene auswirken. Schließlich könnten biologische Nachteile im Zusammenhang mit dem Alter des Vaters durch Faktoren auf individueller Ebene teilweise ausgeglichen oder sogar überkompensiert werden. Ein Grund für diese Wissenslücke ist der mangelnde Austausch zwischen Forscherinnen und Forschern aus Disziplinen, die sich auf Mechanismen auf individueller Ebene konzentrieren, und solchen, die Phänomene und Auswirkungen auf Bevölkerungsebene untersuchen. Einige dieser wichtigen Wissenslücken werden im Folgenden hervorgehoben (für eine ausführlichere Diskussion siehe Willführ und Klüsener [14]).
Auf individueller Ebene könnten biologische Nachteile, die mit dem Alter des Vaters zusammenhängen, durch die Akkumulation sozialer Ressourcen kompensiert werden. Denn im Allgemeinen besteht ein positiver Zusammenhang zwischen dem Alter des Vaters und den elterlichen Ressourcen [32]. In vielen Studien über die Auswirkungen des elterlichen Alters wird die Rolle der sozialen Ressourcen für die Gesundheit der Nachkommen ignoriert. Außerdem ist zu beachten, dass der epidemiologische Wandel nicht nur die Lebenserwartung erhöht, sondern auch die biologischen Prozesse und die Geschwindigkeit der Alterung im menschlichen Körper erheblich beeinflusst hat. Nach unserem Kenntnisstand wurde in keiner Studie untersucht, ob dies auch altersbedingte Muster wie den oben erwähnten Anstieg von De-novo-Mutationen beeinflusst. Außerdem könnten langsamere Abnutzungsprozesse im Körper aufgrund eines besseren Lebensstandards die Folgen von Geburten im höheren Alter verändert haben.

… und welche Auswirkungen sind auf der Bevölkerungsebene zu erwarten?

Selbst wenn wir davon ausgehen können, dass die Nachkommen älterer Väter im Vergleich zu denen jüngerer Väter einem höheren Krankheits- und Behinderungsrisiko ausgesetzt sind, so ist es nicht einfach, eine Einschätzung vorzunehmen, welche Auswirkungen sich daraus für die durchschnittliche Gesundheit der Bevölkerung ergeben können. Die Nachkommen älterer Väter wiesen in historischen Populationen eine höhere Sterblichkeit auf und haben in modernen Populationen weniger Kinder, was negative Folgen auf der Bevölkerungsebene tendenziell abschwächt [33]. Inwieweit sich solche Prozesse auf die Gesundheit auf Bevölkerungsebene auswirken, insbesondere in modernen Gesellschaften, ist jedoch weitgehend unbekannt (siehe [34]). Darüber hinaus haben Verbesserungen in der medizinischen Versorgung und in den Hilfstechnologien nicht nur die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht, sondern auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen eine Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht, die in der Vergangenheit unbekannt war. Darüber hinaus könnten technische Fortschritte in der pränatalen Diagnostik und medizinischen Versorgung relevante positive Auswirkungen auf der Bevölkerungsebene haben [35]. Schwangerschaften im späteren Lebensalter werden aufgrund der höheren Gesundheitsrisiken häufig stärker medizinisch betreut, wodurch sich die Chancen verbessern, fetale Beeinträchtigungen zu erkennen. Darüber hinaus sind heute Schwangerschaftsabbrüche aufgrund von fetalen Beeinträchtigungen in den meisten Ländern mit hohem Durchschnittseinkommen weitverbreitet.

Fazit

Das Durchschnittsalter von Vätern bei der Geburt eines Kindes ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Gleiches gilt für den Anteil von Vätern, welche bei der Geburt eines Kindes sehr hohe Alter (> 45 Jahre) aufweisen. Wie unsere Daten zeigen, sind die aktuell verzeichneten Niveaus sowohl im historischen Vergleich als auch im Vergleich zu afrikanischen Ländern südlich der Sahara nicht beispiellos. Der derzeitige Wissensstand ist jedoch noch zu begrenzt, um verlässlich einschätzen zu können, ob die derzeitigen Niveaus und ein möglicher weiterer Anstieg in der Tat Anlass zur Sorge über mögliche gesundheitliche Folgen für nachfolgende Generationen geben. Um zukünftig eine belastbarere Einschätzung vornehmen zu können, ist ein engerer interdisziplinärer Austausch zwischen Forscherinnen und Forschern erforderlich, die zu den Phänomenen und Auswirkungen auf individueller Ebene und auf Bevölkerungsebene arbeiten.

Interessenkonflikt

K.P. Willführ und S. Klüsener geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

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Titel
Wie beunruhigend ist das steigende Alter von Vätern bei der Geburt eines Kindes?
Eine historische Einordnung
Verfasst von
Kai Pierre Willführ
Sebastian Klüsener
Publikationsdatum
09.09.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gynäkologische Endokrinologie / Ausgabe 4/2025
Print ISSN: 1610-2894
Elektronische ISSN: 1610-2908
DOI
https://doi.org/10.1007/s10304-025-00651-z
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