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16.06.2017 | Leitthema | Ausgabe 4/2017

Zeitschrift für Epileptologie 4/2017

Geistige Behinderung: Nomenklatur, Klassifikation und die Beziehung zu Epilepsien

Zeitschrift:
Zeitschrift für Epileptologie > Ausgabe 4/2017
Autoren:
Dr. med. Thomas Mayer, Dr. Martin Lutz

Zusammenfassung

Der Begriff geistige Behinderung ist im Fluss, ICD-10 spricht von Intelligenzminderung, auch DSM-5 und ICD-11 werden auf diese Diktion zurückgreifen. Die Bezeichnung meint einen Zustand von verzögerter oder unvollständiger Entwicklung der geistigen Fähigkeiten. Besonders beeinträchtigt sind dabei die Denkfähigkeit, die Sprachfähigkeit sowie motorische und sozioemotionale Fähigkeiten. Die Testung mittels qualifizierter Testbatterien ist nur in den leicht eingeschränkten Bereichen gut etabliert und auch dort beschränkt aussagefähig, wenn z. B. im Wechsler Intelligenztest Teilindizes stark divergieren. Die Assoziation zur Epilepsie ist umso höher, je ausgeprägter die Intelligenzminderung ist, oft korreliert die Wahrscheinlichkeit einer Epilepsie gut zum Ausmaß der Veränderung von Hirnstrukturen und assoziierter Intelligenzminderung.

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