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19.02.2020 | Gelenkinfektionen | Originalien | Ausgabe 2/2021 Open Access

Der Orthopäde 2/2021

Kostenanalyse stationärer und ambulanter intravenöser Antibiotikatherapie periprothetischer Gelenkinfektionen

Eine Simulation

Zeitschrift:
Der Orthopäde > Ausgabe 2/2021
Autoren:
MHBA PD Dr. Christoph Kolja Boese, Philipp Lechler, Michael Frink, Michael Hackl, Peer Eysel, Christian Ries

Zusammenfassung

Hintergrund

Die parenterale Antibiotikagabe im Rahmen der Therapie von periprothetischen Infektionen erfordert in der Regel eine stationäre Behandlung und geht mit hohen Kosten einher.

Fragestellung

Es wurden tatsächliche stationäre Behandlungskosten („inpatient parenteral antibiotic therapy“ [IPAT]) mit simulierten Kosten einer ambulanten Behandlung („outpatient parenteral antibiotic therapy“ [OPAT]) von Patienten mit periprothetischen Gelenkinfektionen verglichen. Die Auswertung erfolgte aus Perspektive der Kostenträger (gesetzliche Krankenversicherung [GKV]) und Leistungserbringer (Krankenhäuser).

Material und Methoden

Die Analyse und Simulation erfolgten auf Grundlage einer ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision) für das Behandlungsjahr 2015 mit der Diagnose T84.

Ergebnisse

Die simulierte Reduktion von 159 Bettentagen bei den in die Studie eingeschlossenen 12 Patienten erbrachte aus Sicht der Kostenträger eine Reduktion der Gesamtkosten um >18.000 €. Aus Perspektive der Leistungserbringer verbesserte sich der Reinerlös um >22.000 €. Die Gesamtkosten der OPAT für den Kostenträger beliefen sich auf >57.000 €. Für den Leistungserbringer zeigte sich in der Differenz von Poliklinikerlös und -kosten der OPAT ein Verlust von >1500 €.

Diskussion

Die OPAT ist für Leistungserbringer insgesamt finanziell vorteilhaft. Weitere Vorteile durch Opportunitätskosten erscheinen interessant. Für den Kostenträger ist die OPAT insbesondere durch die ambulanten Medikamentenkosten mit einem finanziellen Mehraufwand verbunden. Der niedergelassene Sektor sollte durch die anzunehmende Mehrbelastung ebenso wie der anzunehmende Patientenkomfort bedacht werden.

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