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Gendiagnostik bei Fiebersyndromen

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Zusammenfassung

Die Labordiagnostik spielt in der Rheumatologie eine entscheidende Rolle. Neben diversen Autoantikörpern helfen auch molekulargenetische Untersuchungen bei der Einordnung unterschiedlichster Symptomkomplexe und letztlich der Diagnosestellung. Klinisch von Bedeutung sind hier einerseits die HLA-Allele wie HLA-B51 im Kontext des Morbus Behçet, aber auch der Nachweis von Mutationen monogen vererbter hereditärer Fiebersyndrome, z. B. im MEVF-Gen beim familiären Mittelmeerfieber. Wichtig bei der Veranlassung genetischer Untersuchungen ist es, die rechtlichen Grundlagen wie die Aufklärungspflicht sowie die Rechte der Patienten zu kennen. Darüber hinaus sollte man sich die klinischen und epidemiologischen Merkmale der unterschiedlichen Erkrankungen bewusst machen, um so eine möglichst zielgerichtete Diagnostik in die Wege leiten zu können. Denn genau wie bei der Antikörperdiagnostik gilt auch bei genetischen Untersuchungen in der Rheumatologie der Grundsatz, dass entsprechende Ergebnisse immer im klinischen Kontext zu interpretieren sind und nie für sich allein genommen eine diagnostische oder gar therapeutische Relevanz nach sich ziehen.
Titel
Gendiagnostik bei Fiebersyndromen
Verfasst von
Dr. Christina Gebhardt
Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops
Publikationsdatum
01.07.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 6/2025
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-025-01674-4
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