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Genetischer Hintergrund der Vaskulitiden

  • 01.04.2011
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Genetische Assoziationsstudien haben auf dem Gebiet der chronischen Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen wesentliche Erkenntnisse für die zugrundeliegende Pathophysiologie erbracht. So sind genetische Risikofaktoren identifiziert worden, welche die Suszeptibilität für bestimmte Erkrankungen (oft mehrere) erhöhen, ohne notwendigerweise direkt in die Pathogenese oder pathogenetischen Abläufe involviert zu sein. Für die Autoimmunvaskulitiden konnten erste Risikogene bzw. -polymorphismen identifiziert werden. Einen limitierenden Faktor stellt die oft geringe Anzahl an Probanden dar. Ferner sind ethnische Unterschiede bei der Analyse ein Problem. Nur wenige der detektierten Risikogene bzw. -polymorphismen wurden daher an einer großen Kohorte und/oder auch verlässlich repliziert, z. B. PTPN22*620 W für Wegener-Granulomatose (WG) und mikroskopische Polyangiitis (MPA), die Alpha-1-Antitrypsin-Defizienz sowie das HLA-DPPB*0401 für die WG oder der HLA-DRB3/DRB4 für das Churg-Strauss-Syndrom. Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) bieten die Möglichkeit, das gesamte Genom auf genetische Risikofaktoren zu screenen, erfordern aber die Untersuchung noch größerer Kohorten zum Erreichen statistisch signifikanter Ergebnisse. Ergebnisse aus GWAS zu M. Behçet und dem Kawasaki-Syndrom konnten neue, bisher nicht durch den Kandidatengen-Ansatz identifizierte Polymorphismen identifizieren, deren pathophysiologische Bedeutung teilweise aber (noch) völlig unklar ist und die einer Replikation bedürfen.
Titel
Genetischer Hintergrund der Vaskulitiden
Verfasst von
Dr. J.U. Holle
S. Wieczorek
J.T. Epplen
W.L. Gross
Publikationsdatum
01.04.2011
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 3/2011
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-010-0692-3
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