Zum Inhalt
Die Kardiologie

Zukunftsperspektiven der myokardialen Regeneration

Erschienen in:

Zusammenfassung

Kardiovaskuläre Erkrankungen, v. a. koronare Herzerkrankungen, zählen zu den weltweit häufigsten Todesursachen. Trotz verbesserter medizinischer Versorgung sind Behandlungserfolge bis heute moderat, und die Sterblichkeitsrate ist, speziell im ersten Jahr nach einem Myokardinfarkt, sehr hoch. Da die Mehrzahl der Herzerkrankungen alterskorreliert ist und die Lebenserwartung in unserer Gesellschaft stetig steigt, ist in den nächsten Jahrzehnten mit einem weiteren drastischen Anstieg der Inzidenz koronarer Herzerkrankungen zu rechnen. Dies verlangt, dass die Anstrengungen zur Erforschung neuer, unkonventioneller Therapieansätze deutlich forciert werden müssen. Hauptgrund des Herzversagens ist ein massiver Verlust funktioneller Kardiomyozyten, z. B. bedingt durch Infarkte oder chronisch erhöhte Druckbelastung des Herzens. Da Kardiomyozyten jedoch nur über ein extrem niedriges Regenerationspotenzial verfügen, kann dieser Verlust nicht kompensiert werden. Trotz intensiver Forschung auf dem Gebiet der regenerativen Medizin mit dem Ziel, die endogene Herzregeneration anzuregen oder verlorenes Herzgewebe durch Applikation von Stammzellen und Kardiomyozyten auszugleichen, ist bis zum heutigen Tag eine Herztransplantation die einzige nachhaltige Option, Kardiomyozyten zu ersetzen. Dieser Übersichtsbeitrag präsentiert den derzeitigen Stand regenerativer Strategien und diskutiert deren Vorteile, Einschränkungen und Zukunftsperspektiven im Vergleich zu konventionellen Behandlungsmethoden.
Titel
Zukunftsperspektiven der myokardialen Regeneration
Verfasst von
A. Bührke
T. Thum
C. Bär, PhD
Publikationsdatum
07.11.2018
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Kardiologie / Ausgabe 6/2018
Print ISSN: 2731-7129
Elektronische ISSN: 2731-7137
DOI
https://doi.org/10.1007/s12181-018-0288-8
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Vom Risikofaktor zum therapeutischen Ziel in der Kardiologie

Vom Risikofaktor zum therapeutischen Ziel – ein Paradigmenwechsel in der Kardiologie. Erfahren Sie mehr zum residualen kardiovaskulären Risiko und dazu, welchen Stellenwert diese in der modernen Sekundärprävention einnimmt.

ANZEIGE

Ein bewährter multifaktorieller Wirkstoff erobert die Kardiologie

Bei kardiovaskulärer Inflammation wirkt Colchicin multifaktoriell und synergistisch. Erfahren Sie mehr darüber, wie Colchicin in inflammatorische Prozesse auf molekularer, zellulärer und vaskulärer Ebene eingreift, um inflammatorische Prozesse zu modulieren, die mit kardiovaskulären Ereignissen assoziiert sind.

ANZEIGE

Von der klinischen Evidenz zur kardiologischen Praxis

Von der klinischen Evidenz zur kardiologischen Praxis. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Colchicin nach einem Myokardinfarkt einsetzen, um Ihren Patient:innen eine moderne kardioprotektive Therapie zu gewährleisten.

ANZEIGE

Kardiovaskuläre Inflammation – das unterschätzte CV-Restrisiko

Trotz leitliniengerechter Therapie traditioneller kardiovaskulärer Risikofaktoren verbleibt bei vielen Patient:innen nach kardiovaskulären Ereignissen und einem vor kurzem stattgefundenen Myokardinfarkt ein persistierendes Restrisiko für weitere Ereignisse. Eine entscheidende, oft unterschätzte Rolle spielt dabei die chronische, niedriggradige Inflammation. Neue therapeutische Ansätze nehmen die kardiovaskuläre Inflammation ins Visier und erlangen überzeugende Ergebnisse in der Sekundärprävention.

Apontis Pharma
Bildnachweise
Lava/© Galdric Pons | gettyimages, Herbstzeitlose/© SIR PIRANIO | Shutterstock, Arzt-Patienten-Gespräch/© photobyphotoboy | gettyimages, Herzkerze/© APONTIS Pharma