Zum Inhalt
DGNeurologie

Tempora mutantur – warum neue Therapien einen Wandel in der Versorgungslandschaft erfordern

Erschienen in:

Auszug

Gentherapeutika haben das Potenzial, bisher unheilbare Erkrankungen kausal, d. h. unmittelbar am Ort des genetischen Defekts, zu behandeln. Dieser Wirkansatz spielt in der Kinderneurologie eine große Rolle, wo sich viele der erblichen Erkrankungen manifestieren. Bis dato waren diese monogenetischen Erkrankungen nicht oder nur symptomatisch behandelbar. Die Pipelines in der Medikamentenentwicklung sind voll. Auch bei großen und volkswirtschaftlich sehr relevanten Erkrankungsgruppen z. B. in der Neuroonkologie, bei der Alzheimer-Demenz, beim M. Parkinson oder anderen Erkrankungen in der Erwachsenenneurologie befinden sich zahlreiche neue Arzneimittel in späten Phasen der klinischen Prüfung oder bereits in Zulassung. Neben den klassischen Gentherapeutika drängen auch unzählige RNA-Therapeutika in den Markt, die allesamt gemeinsam haben, dass sie außergewöhnlich teuer und aufwendig in der Anwendung und Langzeitnachsorge sind. Ist unser Gesundheitssystem ebenso wie die Versorgungslandschaft der Anwendungszentren adäquat auf diesen medizinisch bahnbrechenden Fortschritt vorbereitet? …
Titel
Tempora mutantur – warum neue Therapien einen Wandel in der Versorgungslandschaft erfordern
Verfasst von
Prof. Dr. U. Schara-Schmidt
Dr. A. Ziegler
Publikationsdatum
27.05.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
DGNeurologie / Ausgabe 4/2025
Print ISSN: 2524-3446
Elektronische ISSN: 2524-3454
DOI
https://doi.org/10.1007/s42451-025-00767-3
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Kompaktes Leitlinien-Wissen Neurologie (Link öffnet in neuem Fenster)

Mit medbee Pocketcards schnell und sicher entscheiden.
Leitlinien-Wissen kostenlos und immer griffbereit auf ihrem Desktop, Handy oder Tablet.

Neu im Fachgebiet Neurologie

Rezidiviertes Grad-3-Astrozytom: Kann ein Antiparasitenmittel die Prognose verbessern?

Daten der Phase-III-Studie STELLAR sprechen für eine klinisch relevante Aktivität der Therapiekombination aus Eflornithin und Lomustin bei Personen mit rezidivierten Grad-3-Astrozytomen. Besonderheiten im Studiendesgin machen die Interpretation indes nicht ganz leicht.

Mit KI gegen Mukositis und Polyneuropathie

KI-Analysen von elektronischen Patientenakten können helfen, vielversprechende Signale für potenzielle Wirkstoffe gegen Chemotherapienebenwirkungen zu erhärten. Dafür sprechen zumindest Ergebnisse einer Studie aus Japan.

Immer weniger Demenzdiagnosen in Deutschland

In Deutschland scheint die Zahl der Demenzkranken seit etwa zehn Jahren deutlich zu sinken: Bei Vertragsärzten, vor allem Hausärzten, werden immer weniger Demenzdiagnosen gestellt. Neben einem Rückgang von Risikofaktoren könnten Änderungen bei der Versorgung relevant sein.

Hirngängiger Antikörper verlangsamt frühe Demenz

Er entfernt Beta-Amyloid in wenigen Wochen komplett aus dem Gehirn: Der mit einem aktiven Transportmechanismus ausgestattete Antikörper Trontinemab zeigt in einer Phase-2-Studie nun auch Signale für eine klinische Wirksamkeit sowie eine reduzierte Tau-Pathologie.

Update Neurologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, MRT: Pilozytisches Astrozytom bei 10-jährigem Mädchen/© Springer Medizin, Box mit Tabletten/© ekachai050050 / stock.adobe.com (Symbolbild), Ärztliche Beratungssituation/© amnaj / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)