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11.12.2017 | Geriatrie und Gerontologie | Arzneimitteltherapie | Ausgabe 2/2018

Der Internist 2/2018

Impfungen im höheren Lebensalter

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 2/2018
Autoren:
MHBA Prof. Dr. H. J. Heppner, A. Leischker, P. Wutzler, A. Kwetkat
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Wehling, Mannheim

Zusammenfassung

Infektionskrankheiten sind auch in den entwickelten Ländern für bis zu 5 % der Todesfälle verantwortlich. Hinzu kommt eine zunehmende Infektanfälligkeit alter Menschen aufgrund der physiologischen Alterung des Immunsystems. Das Prinzip der Impfung beruht auf einer zielgerichteten Aktivierung des menschlichen Immunsystems. Prinzipiell wird zwischen einer passiven Immunisierung, also der Applikation spezifischer Antikörper gegen einen Erreger, und der aktiven Immunisierung unterschieden. Bei der aktiven Immunisierung, also der Impfung, werden abgeschwächte (attenuierte) bzw. abgetötete Erreger oder Erregerbestandteile (Antigene) verabreicht. Nach einer von der Impfung abhängigen Latenzzeit wird der volle Impfschutz erreicht; für eine gewisse Zeit bleibt die Immunität dann bestehen. Im Gegensatz zu Totimpfstoffen besteht bei der Impfung mit Lebendimpfstoffen grundsätzlich das Risiko einer Infektion mit dem applizierten Impfstamm. Bei der passiven Immunisierung werden Antikörper appliziert. In der Regel erfolgt die passive Immunisierung bei Personen, die Kontakt mit einem infektiösen Patienten hatten und bei denen keine oder keine sichere Immunität gegen die entsprechende Krankheit besteht.

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