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21.01.2020 | Geriatrische Onkologie | Nachrichten

„Optimale Versorgung in der Onkologie – diskutieren Sie mit!“

Palliativmedizin – was der DKK dazu bereit hält?

Kongresspräsident, Prof. Hochhaus fordert eine "optimale Versorgung für alle". Dafür braucht es eine interdisziplinäre Arbeitsweise – besonders auch in der Palliativmedizin, so Prof. Alt-Epping, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin in der DKG. Daher freut er sich, dass auch solche Themen im Kongressprogramm zu finden sind.

Herr Professor Hochhaus, bitte nennen Sie mir drei Gründe, warum sich ein Besuch des DKK lohnt.

Prof. Hochhaus: Erstens: Das geballte Fachwissen. Wir erwarten mehr als 10.000 Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Onkologie. Zweitens: Die Interdisziplinarität. Die onkologische Behandlung ist komplex: Für eine optimale Versorgung müssen viele Fachrichtungen und Berufsgruppen – wie etwa die Chirurgie, Strahlentherapie, medikamentöse Tumortherapie, Pathologie, Radiologie, Palliativmedizin und Pflege – eng zusammenarbeiten. Dieses Zusammenspiel ist auch in unseren Sitzungen abgebildet. 

Und drittens: Der wissenschaftliche Austausch. Wir bieten neben den klassischen Vortragsformaten auch Pro-Kontra-Diskussionen mit TED-Abstimmung und interaktive Tumorkonferenzen an, um die kollegiale Diskussion anzuregen. Besonders junge Onkologen, Studierende und Nachwuchswissenschaftler sollten diese Gelegenheit nutzen. In den meisten Sitzungen übernehmen junge Expertinnen und Experten im Tandem mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen den Vorsitz. Für den medizinischen und wissenschaftlichen Nachwuchs wird es zudem speziell zugeschnittene Informationsangebote geben.

Das Kongressmotto zum DKK 2020 enthält auch die Forderung nach der „optimalen Versorgung für alle“. Wo sehen Sie die Herausforderungen bei der Umsetzung?

Prof. Hochhaus: Das medizinische Wissen über die Tumorbiologie wächst rasant und damit das Potenzial für die Entwicklung neuer Therapieansätze. Das ist an sich ja sehr positiv. Aber im Zuge des vermehrten Einsatzes der personalisierten Medizin werden die Patientengruppen, die von einer bestimmten Behandlung profitieren, immer kleiner. Wir müssen sicherstellen, dass gute und sichere Ansätze auch im Versorgungsalltag ankommen. Wir müssen diskutieren, wie sich medizinische Innovationen so in die bestehende Versorgung einfügen lassen, dass möglichst alle Betroffenen davon profitieren.

Herr Professor Alt-Epping, es gibt einige Sitzungen zu dem Thema Palliativmedizin und Geriatrie. Welche Highlights hält der Kongress in diesem Bereich bereit?

Prof. Alt-Epping: Hier möchte ich keine bestimmte Sitzung auf dem kommenden DKK hervorheben, sondern einfach meinen Dank darüber zum Ausdruck bringen, dass Themen wie Inkurabilität, Krebs im hohen Alter, das Lebensende, die Kommunikation mit Schwerkranken und Sterbenden, die Mitbetreuung von Angehörigen und viele weitere supportivmedizinische, psychoonkologische und palliativmedizinische Aspekte einen so dezidierten Stellenwert in der Kongressplanung erhalten haben. Es verdeutlicht, dass sich die Onkologie als die umfassende Behandlung von Patienten mit Krebserkrankungen versteht und weit mehr ist als nur eine spezialisierte Expertise in der Anwendung moderner tumortherapeutischer Verfahren.

Herr Professor Alt-Epping, Interdisziplinarität wird auf dem DKK 2020 großgeschrieben. Wie ist dieser Aspekt im Kongressprogramm berücksichtigt?

Prof. Alt-Epping: Für eine solch umfassende Betreuung von Krebspatienten bedarf es Input verschiedener ärztlicher Fachdisziplinen, aber auch verschiedener Berufsgruppen. Auf dem DKK finden sich Themen für Mitarbeiter aller Berufsgruppen, die mit und für Krebspatienten tätig sind – auch das ist mehr als bemerkenswert. Maligne Wunden, Fatigue, Interkulturalität, Partnerschaft, Patient Reported Outcomes, Gesprächsführung oder interdisziplinäre interaktive Tumorkonferenzen sind beispielhafte Themen, die aus der Perspektive verschiedener Professionen Interesse finden dürften.  

Herr Professor Hochhaus, was wünschen Sie sich für den DKK 2020?

Prof. Hochhaus: Ich freue mich auf lebhafte, interprofessionelle Diskussionen – über die Sektorengrenzen hinweg. Die Kooperation von Expertenzentren mit der regional tätigen Ärzteschaft ist essenziell für die optimale Versorgung aller Patientinnen und Patienten. Diesen Netzwerkgedanken möchten wir mit dem Kongress voranbringen.

Kostenfrei: Die App zum DKK 2020

  • Programmplaner und Infos rund um den Kongress, TED-, Kommentar- und Evaluationsfunktion 
  • Ab Januar 2020 herunterladbar in allen App-Stores für iOS und Android.
  • Infos: www.dkk2020.de/app

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