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01.02.2010 | Leitthema | Ausgabe 2/2010

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 2/2010

Gesetzliche Maßnahmen zur Tabakprävention

Evidenz, Erfolge und Barrieren

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 2/2010
Autoren:
U. Mons, M. Pötschke-Langer
Wichtige Hinweise

____Hinweis____

Frau U. Mons wird von der Klaus Tschira Stiftung, gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, gefördert.

Zusammenfassung

Verhältnisorientierte Maßnahmen der Tabakprävention sind effektive und kosteneffiziente Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums und der damit verbundenen gesundheitlichen und ökonomischen Folgen. Dennoch hat Deutschland erst in den letzten Jahren verstärkt gesetzliche Maßnahmen zur Tabakprävention umgesetzt, die in einem Rückgang der Raucherquoten – insbesondere bei Jugendlichen – und des Zigarettenkonsums resultierten. Der vorliegende Beitrag gibt eine Übersicht über evidenzbasierte Maßnahmen zur Tabakprävention sowie über die gesetzlichen Tabakpräventionsmaßnahmen der letzten Jahre und ihrer Erfolge. Schließlich werden anhand von Beispielen die Barrieren diskutiert, die eine weitergehende wirksame Tabakpräventionspolitik in Deutschland erschweren. Zum einen ist es der Tabakindustrie durch ihre Einflussnahme auf Wissenschaft und Gesellschaft gelungen, eine hohe soziale Akzeptanz des Rauchens zu etablieren. Zum anderen begünstigen institutionelle Faktoren ihre Einflussnahme. Darüber hinaus wird unter dem Begriff des „Denialism“ das Phänomen einer Leugnungshaltung gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen der Tabakprävention vorgestellt, das bei einigen nicht unmittelbar den Tabakkonzernen zugehörigen Gegnern einer wirksamen Tabakkontrollpolitik zu beobachten ist.

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