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28.11.2018 | Originalarbeit

Gesundheitsförderlicher Lebensstil von Medizinstudierenden: Machen sie es wirklich besser?

Zeitschrift:
Prävention und Gesundheitsförderung
Autoren:
Rebecca Jacobs, MME Dr. phil. Simone Weyers

Zusammenfassung

Hintergrund

Medizinstudierende könnten aufgrund ihres Studiums häufiger einen gesundheitsförderlichen Lebensstil als die Allgemeinbevölkerung ausüben. Hierzu gibt es jedoch kaum Studien. Fraglich ist auch, ob trotz gegebener Bildungshomogenität der Studierenden soziale Ungleichheiten im Lebensstil existieren. Der Beitrag untersucht beide Aspekte in einer deutschen Kohorte von Medizinstudierenden.

Material und Methoden

In einer Lehrveranstaltung füllten 443 Studierende der Humanmedizin einen standardisierten Fragebogen aus. Der gesundheitsförderliche Lebensstil wurde anhand folgender Faktoren gemessen: Nichtrauchen, Obst‑, Gemüse- und Fast-Food-Verzehr sowie körperliche Aktivität. Der Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung erfolgt mit Hilfe von Daten aus der GEDA-Studie („Gesundheit in Deutschland aktuell“). Soziale Ungleichheiten innerhalb der Studierenden untersuchen wir auf Basis der elterlichen Bildung.

Ergebnisse

Männliche und weibliche Medizinstudierende verhalten sich häufiger gesundheitsförderlich als die Allgemeinbevölkerung. Dies gilt für Nichtrauchen (Männer [M]: 79,4 % Medizinstudierende vs. 61,4 % GEDA; Frauen [F]: 86,1 % vs. 69,8 %), täglichen Obst- (M: 49,4 % vs. 34,7 %; F: 68,2 % vs. 57,4 %) und Gemüseverzehr (M: 49,1 % vs. 34,8 %; F: 61,6 % vs. 54,8 %). Die Prävalenz körperlicher Aktivität ist jedoch niedriger (M: 39,0 % vs. 57,7 %; F: 26,3 % vs. 37,1 %). Soziale Ungleichheiten zeigen sich nur bei der körperlichen Aktivität weiblicher Studierender (Odds Ratio [OR]: 0,384; 95 %-Konfidenzintervall [KI]: 0,165–0,896) und beim täglichen Gemüseverzehr männlicher Studierender (OR 0,362; 95 %-KI 0,132–0,994).

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse verweisen auf die Notwendigkeit, körperliche Aktivität bei Medizinstudierenden zu fördern und dabei soziallagen- und geschlechtersensible Angebote anzubieten.

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